Frankenthal Rück-Spiegel:

Wir müssen diese Kolumne heute missbrauchen, um jemanden zu loben: die Lambsheimer Landfrauen. Für ihre köstlichen und raffinierten Häppchen nach der letzten Gemeinderatssitzung vor Weihnachten. Die machen gute Laune und regen zum Plaudern an. Am Mittwochabend war es in Lambsheim wieder so weit, und ein Thema beim Schlemmen am Fingerfood-Büfett war die Informationstechnik der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim. So erfuhr die RHEINPFALZ erleichtert, dass sie nicht die Einzige ist, die im Rats- und Bürgerinformationssystem auf der Homepage der Verwaltung selten das bekommt, was man vor einer Ratssitzung so will und braucht. In einem Fall ging es um ein fehlendes oder nicht zu öffnendes Gutachten, das schließlich vom Rathaus per E-Mail an den Fraktionschef zum Weiterleiten an die Seinen versandt worden sei. Bei einem Datenvolumen von 20 MB nicht unproblematisch. Die beste EDV-Geschichte zwischen Spinat-Crêpe-Röllchen und Mini-Quiche steuerte eine recht junge und recht bekannte Kommunalpolitikerin bei. Sie hatte kürzlich – wir vermuten einen Fehler in der Jubiläumssoftware – Post vom VG-Bürgermeister bekommen: Herzlichen Glückwunsch zum 85. Geburtstag! (ww) Sie geriet zur Geduldsprobe: die Spendenaktion für die kleine Laura, deren 28-jährige Mutter im März im Pilgerpfad-Gebiet bei einer Auseinandersetzung vom Freund erstochen worden ist. Jetzt lebt die Kleine bei einer Pflegefamilie in Polen. Vor drei Wochen haben wir an dieser Stelle darüber berichtet. Die Kirchengemeinden hatten als Anlaufstelle fungiert, und jetzt kann Pfarrer Stefan Mühl – auch im Namen seines protestantischen Kollegen Carsten Schulze – Vollzug melden: „Wir haben das Geld auf ein Konto in Polen, das auf den Namen der Pflegefamilie läuft, überwiesen.“ Die Spendensumme sei aus dem Fonds für Familien der evangelischen Gemeinde noch aufgestockt worden – auf jetzt 1578 Euro. Eine gute Geste der Anteilnahme und der Solidarität, kurz vor Weihnachten. (spi) Als Journalist kommt man bei Terminen mit vielen Menschen in Kontakt. Oft gibt’s dann einen kurzen Wortwechsel. Oder gut gemeinte Ratschläge an uns. Gerne genommen der Klassiker: „Schreiwen Se was Schänes.“ Beim Sport geht das noch ein bisschen weiter. Denn oft konzentriert sich Zuschauers Zorn auf einen am Geschehen Beteiligten. Beispiel gefällig? „Hän Se g’sehe, was der Schiri do zammegepiffe hot? Schreiwen se des ruhisch mol.“ Es gibt aber auch Bonmots, die einen als einfach erstaunt und/oder erheitert zurücklassen. So zuletzt beim Spiel der TG Frankenthal gegen den SC Frankfurt 1880. Als wir es uns auf der Tribüne gerade gemütlich gemacht und die Utensilien inklusive Statistikblatt für das Match gerichtet haben, kommt ein TG-Sympathisant und meint: „Macht ihr bloß Strich, oder kännen Ihr a ganze Wörter?“ Es sind diese Momente, die manche Termine unvergesslich machen. Vielen Dank! (tc) Zum Schluss ein delikates Thema: Die Polizei berichtete gestern von einem aufmerksamen Pizzaboten, der beim Abliefern seiner Ware am Donnerstag Hilferufe einer Frau aus einem Anwesen gehört, sich gesorgt und die Beamten gerufen hatte. Zwei Streifenwagen machten sich flugs auf den Weg. Um vor Ort festzustellen, dass sich „ein junges Pärchen lediglich dem Liebesspiel widmete“. Wobei die Meldung offenlässt, wie die Beamten diskret das Alter der Turteltäubchen ermittelt haben. Gibt ja nicht umsonst den Spruch: Je oller, je doller. (örg)