Frankenthal RÜCK-SPIEGEL:
„Viele Informationen, nur eine Zuhörerin“, hieß es am Mittwoch auf unserer Landseite über die öffentliche Vorstellung des Klimaschutzkonzepts für den Rhein-Pfalz-Kreis. Schlimm genug, dass das Bürgerinteresse gegen Null ging, aber kein Vertreter der Kreisgemeinden im Publikum – das darf den Landrat zu Recht verärgern. Sofern er und sein Pressereferent sich in Sachen Einladung und Werbung nichts haben zuschulden kommen lassen. Erstaunen würde uns die kommunale Ignoranz allerdings nicht. Da genügt ein Blick zurück in die vergangene Woche, als sich im Rat der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim der neue, vom Bund gesponserte Klimaschutzmanager vorstellte und unter den Mandatsträgern schlagartig die Konzentration ab- und die Geselligkeit zunahm. Der Neue las die klimapolitische Agenda vor, die sein frustrierter Vorgänger im Frühjahr schon auf dem Tisch hatte und die ob ihrer Selbstverständlichkeiten wohl jeden verärgern kann, der das Schlagwort Energiewende ernst nimmt. Ein schöner Bericht über den Besuch der Costa Ricaner in der Heßheimer Kläranlage war dabei und eine lange Liste von Fördertöpfen, aus denen eine Kommune dies und das bezahlt bekommen könnte. Außerdem die E-Tankstelle, die bald am Lambsheimer Rathaus stehen wird, und – vom Vortragenden als „Meilenstein“ tituliert – eine Klimaschutzkonferenz mit Eisbär Kuno, der Kindern erklärt, warum die Polkappen schmelzen. Danach: keine Nachfrage aus dem Rat, kein Zeichen, dass es jemanden interessiert hätte. Da muss sich der Landrat wirklich nicht wundern. „Ja, is denn heut’ scho Weihnachten?“ Der Satz ist untrennbar mit Franz Beckenbauer verbunden. Beim Empfang der jüngsten Post von der Fifa hat der „Kaiser“ das allerdings sicher nicht gesagt. „Ja, is denn heut’ scho Ostern?“ Den Satz hätte Beckenbauer vielleicht ausgestoßen, hätte er gesehen, was RHEINPFALZ-Leser Mario Schustek im Bild festgehalten hat: Ein „Osterhase“ knattert auf seiner Yamaha durch die Stadt. Den Motorradfahrer im Bunny-Kostüm hat Schustek an der Mörscher Straße gesichtet – und das Bild hat sicher nicht nur ihn heiter gestimmt. Mit „intensiven Fahndungsmaßnahmen“ war die Frankenthaler Polizei diese Woche beschäftigt. Nein, es ging nicht um motorradfahrende Hasen. Sondern um Gefährliches: „eine Person mit einer Langwaffe“ hatte ein besorgter Bürger in der Innenstadt gesichtet und sofort die Ordnungshüter alarmiert. Die stellten den Verdächtigen in der Eisenbahnstraße. Und konnten Entwarnung geben: Die vermeintliche Langwaffe war ein CD-Ständer. Uff.