Hockey RHEINPFALZ Plus Artikel Osterturniere als Standortbestimmung: wU16-Nationalteam startet mit Turniersieg

Die wU16-Nationalmannschaft beim Osterturnier in Ludwigshafen am Rhein.
Die wU16-Nationalmannschaft beim Osterturnier in Ludwigshafen am Rhein.

Julia Haghi von der TG Frankenthal trifft dreimal beim wU16-Turnier in Ludwigshafen und setzt ein Zeichen im Nationaltrikot.

Für einige sind es die ersten offiziellen Länderspiele, für andere stellen die Osterturniere die erste wichtige Standortbestimmung im neuen Lehrgangsjahr dar: Die U16- und U18-Nationalmannschaften im Hockey starten über Ostern in ihre internationale Saison.

Drei der vier deutschen Auswahlteams treten dabei vor heimischem Publikum an – lediglich die weibliche U18 reist ins französische Douai. Der Turniermodus ist in allen Altersklassen identisch: In zwei Dreiergruppen werden zunächst Gruppenspiele sowie ein sogenanntes „Crossover-Match“ absolviert. Am Ostermontag folgen die Platzierungsspiele, in denen die Teams entsprechend ihrer Gruppenplatzierungen aufeinandertreffen.

Die männliche U18 misst sich beim Turnier in Rüsselsheim mit starken Gegnern wie den Niederlanden, Belgien und einer polnischen U21-Auswahl. Auch in der zweiten Gruppe wartet internationale Konkurrenz, sodass ein hochklassiges Teilnehmerfeld garantiert ist. Cheftrainer Paul Koch blickt optimistisch voraus: „Die Bedingungen sind perfekt, um zu sehen, wo wir aktuell stehen. Wir erwarten hochklassiges internationales Jugendhockey.“

Für die weibliche U18 geht es nach Frankreich. In Douai trifft das Team auf Irland, Gastgeber Frankreich und Spanien. Cheftrainerin Corinna Zerbs sieht vor allem im Duell mit Spanien eine spannende Herausforderung: „Sie spielen ein ganz anderes Hockey als wir. Eine konkrete Zielsetzung gibt es nicht – wir wollen sehen, wie die Mannschaft die Aufgaben annimmt.“

Die männliche U16 startet in Frankfurt beim SC Frankfurt 80 in ihr erstes gemeinsames Turnier. Gegner sind unter anderem England und die Niederlande. Für Cheftrainer Adrian Kock steht die Entwicklung klar im Vordergrund: „Es geht darum, als Team zusammenzufinden und unsere Spielidee umzusetzen. Gerade das Spiel gegen Holland wird zeigen, wo wir stehen.“

Auch die weibliche U16 beginnt ihre Länderspielsaison beim Turnier in Ludwigshafen. Dort trifft die Mannschaft auf die Schweiz, Irland und Spanien. Bundestrainer Markus Lonnes betont die Bedeutung der ersten Einsätze: „Für viele Spielerinnen sind es die ersten Länderspiele. Diese wollen wir nutzen, um unseren Spielstil weiterzuentwickeln.“

Parallel sammeln die jüngeren U16-Jahrgänge internationale Erfahrung bei einem U15-Turnier im niederländischen Valkenswaard gegen Teams wie die Niederlande, Belgien und Polen. Nachwuchsbundestrainer Valentin Altenburg hebt die Bedeutung der Turniere im eigenen Land hervor: „Es ist ein großer Erfolg, dass wir in diesem Jahr drei von vier Turnieren in Deutschland ausrichten dürfen. Unsere Talente sollen die Chance bekommen, sich auch vor heimischem Publikum zu zeigen.“

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einem Nachwuchstalent der TG Frankenthal: Julia Haghi. Die junge Spielerin wurde für die weibliche U16-Nationalmannschaft nominiert – und überzeugte direkt auf internationaler Bühne. Beim Osterturnier in Ludwigshafen feierte sie mit dem deutschen Team nicht nur den Turniersieg, sondern prägte das Geschehen auch entscheidend mit.

Mit insgesamt drei Treffern unterstrich Julia Haghi eindrucksvoll ihr Offensivpotenzial. Besonders in Erinnerung bleibt ihr Siegtreffer zum 3:2 gegen Spanien in der Vorrunde, mit dem sie ihre Nervenstärke in einer entscheidenden Spielsituation bewies. Damit setzte sie gleich bei ihrem ersten Einsatz im Nationaltrikot ein starkes Ausrufezeichen und empfahl sich nachhaltig für weitere Aufgaben im DHB-Team.

Auch abseits des Spielfelds wurde deutlich, welchen Stellenwert die Nachwuchsarbeit in der Region hat: Am Samstag legte die weibliche U16-Nationalmannschaft einen kurzen Zwischenstopp in Frankenthal ein und absolvierte ein Eckentraining auf dem Jahnplatz. Für die TG Frankenthal war dies ein ganz besonderer Moment – nicht nur, weil eine Nationalmannschaft vor Ort trainierte, sondern vor allem, weil mit Julia Haghi eine eigene Spielerin Teil dieses Teams ist.

Der Verein zeigt sich entsprechend stolz auf sein Nachwuchstalent und gratuliert herzlich zu diesem gelungenen Einstand. Die TG Frankenthal wünscht Julia Haghi weiterhin viel Erfolg auf ihrem sportlichen Weg – und vor allem viel Freude im Trikot der Nationalmannschaft.

Jugendwart Thomas Klaka zeigt sich stolz über diese Entwicklung und blickt optimistisch in die Zukunft: „Julias Nominierung und ihr starker Einstand sind ein tolles Signal für unsere Nachwuchsarbeit. Wir hoffen, dass in den kommenden Jahren weitere junge Talente aus der TG Frankenthal den Sprung in die Nationalmannschaften schaffen.“

Julia Haghi von der TG Frankenthal.
Julia Haghi von der TG Frankenthal.
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