Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal feiert wichtigen Heimsieg gegen Illtal

Die HSG-Spieler, hier Lars Zalik, fanden und nutzten die Lücken in der Abwehr der Illtaler.
Die HSG-Spieler, hier Lars Zalik, fanden und nutzten die Lücken in der Abwehr der Illtaler.

Die Oberliga-Handballer der HSG Eckbachtal haben mit dem 29:21 (17:14) gegen die HF Illtal ein Zeichen im Kampf gegen den Abstieg gesetzt. Entscheidend waren die gute Defensivarbeit und eine 100-Prozent-Quote.

Endlich, wird sich HSG-Coach Thorsten Koch nach dem klaren Heimsieg gedacht haben. Endlich hat sich seine Mannschaft für eine gute Leistung belohnt. Was vor wenigen Wochen zu Hause gegen den TV Homburg (25:27) noch misslang, klappte am Sonntagabend gegen die Saarländer. Der Sieg gegen den Tabellensechsten aus Illtal war absolut verdient. „Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass uns nach wie vor ein ‚Big Point‘ zu Hause gegen eine Top-Mannschaft fehlt“, berichtete Koch nach der Begegnung. Er freute sich riesig über die wichtigen zwei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Einen großen Anteil am Erfolg hatte Rückraumspieler Jochen Schloß. Der Routinier war mit acht Toren bester Werfer seines Teams. „Er hat heute gute Ansätze gezeigt. Vor allem hatten wir eine gute Siebenmeter-Quote“, lobte Koch Schloß, der für die Siebenmeterwürfe zuständig war. Ein Song dürfte ihm daher in der Nacht nach dem Erfolg nicht mehr aus dem Kopf gegangen sein. „Eiskalt“ von der Rapperin Loredana. In dem heißt es: „Sei dir sicher, ich bleib’ eiskalt.“ Und Schloß war sicher und eiskalt. All seine vier Siebenmeter fanden den Weg ins Ziel. „Endlich mal wieder eine 100-Prozent-Quote“, sagte der Rückraumspieler erleichtert.

Nahezu perfekte Defensive

Tore sind für Schloß jedoch nicht das Wichtigste. Vielmehr legt er großen Wert auf die Verteidigungsarbeit. Auch die funktionierte gegen Illtal nahezu perfekt, vor allem in der zweiten Halbzeit. „Wir haben toll verschoben und füreinander gearbeitet“, befand Koch. Keeper Tobias Häuselmann habe prima gehalten. „Das hat alles gut funktioniert und harmoniert.“

Wie gut die Defensivarbeit der Gastgeber war, zeigte sich nach dem Seitenwechsel. In den zweiten 30 Minuten gelangen Illtal nur sieben Treffer. Vor der Pause waren es noch doppelt so viele gewesen. Der Coach hatte die Fehlerquote erkannt und behoben: „Wir sind in der ersten Halbzeit ein paar Szenen zu defensiv angelaufen und haben den Zweikampf etwas gescheut.“

Auch an seiner Offensive hatte der Übungsleiter wenig auszusetzen. Das Konzept sei aufgegangen: „Wir haben auf die Stellen Druck gemacht, auf die wir Druck machen wollten.“ Immer wieder fanden die HSG-Spieler die Lücken in der Abwehr der Gäste – und nutzten diese, sodass am Ende ein ungefährdeter 29:21-Erfolg auf der Anzeigetafel stand.

Punkte gegen Topteam

Der lauteste Jubel ertönte allerdings einige Minuten zuvor, als Torhüter Tobias Häuselmann den Ball zum 25:18 ins leere Tor der Gäste geworfen hatte. „Von allen Spielern, die ich im Kader habe, würde ich zuerst drei Euro auf den Tobi setzen“, sagte Koch im Anschluss. Häuselmann treffe aus der Entfernung bei neun von zehn Versuchen, verriet der Coach, der von einer „tollen Teamleistung“ und „Bonuspunkten gegen eines der Topteams der Liga“ sprach. Die HSG steht mit nun 12:18 Punkten auf dem zwölften Tabellenplatz.

So spielten sie

HSG Eckbachtal: Häuselmann (1) - Jochen Schloß (8/4), Nehrdich (4), Schreiber (5) - Kassel (2), Kluzik (1) - Quandt (4), Lerzer (1), Pabst (1), Rogawski, Zalik (1), Löhmar (1), Philipp Schloß, Hahn

HF Illtal: Krumm - Herzig (7), Groß (1), Holz (3/2) - Merziger (3), Mees (6/1) - Zeyer, Laier, Wolf, Pfiffer, Sperker, Singh, Hinsberger

Spielfilm: 9:6 (17.), 17:14 (Halbzeit), 23:18 (45.), 29:21 (Endstand) - Strafen: 1 - 3 - Siebenmeter: 4/4 - 3/4 - Beste Spieler: Jochen Schloß, Häuselmann, Quandt - Herzig, Mees - Zuschauer: 120 - Schiedsrichter: Hahn (Nieder-Olm)/Bertram (Kirn).

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