Frankenthal Nachruf: Helmut Meißner gestorben

Bei den Frankenthaler Christdemokraten und der Gemeinschaft der Ostparksiedler hat Helmut Meißner ebenso seine Spuren hinterlassen wie im Vereinssport. Mit 92 Jahren ist er am Neujahrstag verstorben.
Der gebürtige Gießener kam schon als Kind nach Frankenthal und ließ sich bei der BASF zum Chemielaboranten ausbilden. Während seiner 44-jährigen Tätigkeit war er Vertrauensmann in der Forschungsabteilung und gehörte zudem dem Betriebsrat des Unternehmens an. Auch als aktiver Gewerkschafter setzte er sich für die Interessen der Arbeitnehmer ein. Mehr als zwei Jahrzehnte stand Meißner, der im Finkenweg wohnte, an der Spitze der Gemeinschaft der Siedler und Eigenheimer Ostpark. Er verstand sich als Sprachrohr und Integrationsfigur dieses Wohnviertels. Daneben übernahm er bei den VT-Fußballern und dem Motorsportclub Frankenthal Verantwortung. Außerdem gründete er den Karnevalverein Ostparkmeisen und war über 25 Jahre deren Sitzungspräsident. Als kommunalpolitisch interessierter Zeitgenosse, der dank seiner jovialen und aufgeschlossenen Art über Parteigrenzen hinweg hohe Wertschätzung genoss, ließ sich Meißner auch von der CDU in die Pflicht nehmen und zog mit Unterbrechungen gleich dreimal für die Fraktion in den Stadtrat ein, zuletzt als Nachrücker im Dezember 1993. Mit der Verleihung der Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz waren bereits drei Jahre vorher seine vielfältigen Verdienste um das Gemeinwohl gewürdigt worden. In seiner Freizeit galt Helmut Meißner als „Gipfelstürmer“. Nahezu jede freie Minute verbrachte er in seinen geliebten Tiroler Bergen und unternahm – nicht selten an der Seite seines Freundes Luis Trenker – ausgedehnte Kletterpartien, von denen er so manchen seltenen Stein mitbrachte, um seine Sammlung im heimischen Garten zu bereichern. Der Verstorbene wird am morgigen Freitag, 10 Uhr, auf dem Hauptfriedhof Frankenthal beigesetzt. |eec