Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Kellerbrand in Flomersheim: Betroffene danken Einsatzkräften

Obwohl das Feuer schnell eingedämmt wurde, erwiesen sich die Nachlöscharbeiten als problematisch.
Obwohl das Feuer schnell eingedämmt wurde, erwiesen sich die Nachlöscharbeiten als problematisch.

Ein Brand beschäftigt Flomersheim auch Tage später noch: Bewohner müssen improvisieren, Geschäfte bleiben geschlossen. Selbst beim Bäcker machte sich der Ausfall bemerkbar.

Dichter Rauch drang am Samstagmorgen aus den Kellerräumen eines Wohn- und Geschäftshauses in der Eppsteiner Straße in Flomersheim. Gegen 8.15 Uhr war die Feuerwehr Frankenthal alarmiert worden. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, bot sich ihnen bereits eine starke Rauchentwicklung. Mehrere Trupps begannen unter Atemschutz sofort mit der Brandbekämpfung im Gebäude. Was für die Feuerwehrleute zum stundenlangen Einsatz wurde, wird Anwohner und Betroffene wohl noch einige Zeit beschäftigen.

Die Bewohner des Hauses hatten das Gebäude bereits verlassen, verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Dennoch zog sich der Einsatz hin: Während das Feuer vergleichsweise schnell eingedämmt werden konnte, erwiesen sich die anschließenden Nachlöscharbeiten sowie die Be- und Entlüftung des Gebäudes als aufwendig. Aufgrund der Bauweise des Hauses benötigten die Rettungskräfte viel Zeit.

Betroffene bedanken sich über soziale Medien

Inzwischen haben sich die Betroffenen auch öffentlich zu Wort gemeldet. Auf Facebook bedankte sich eine Frau bei den Einsatzkräften: „Wir möchten uns ganz herzlich bei der Feuerwehr und den Rettungskräften bedanken. Die haben einen tollen Job gemacht.“ Für die Familie sei nach dem Einsatz zwar eine Unterkunft angeboten worden, sie habe sich jedoch anders entschieden. „Uns wurde eine Unterkunft auf dem Festplatz in den Containern angeboten. Wir bezahlen jetzt lieber ein Hotel“, schrieb sie weiter. Auf Fotos sind verrußte Treppen, Geländer und Wände zu sehen. Die Frau schreibt: „Das war es für die nächsten Wochen…“ und fügt ironisch „tolles Wochenende“ an.

Durch den Brand war das Gebäude vom Strom- und Wassernetz getrennt worden. Das hatte nicht nur Auswirkungen auf die Bewohner selbst, sondern auch auf die umliegenden Geschäfte. Die unmittelbar angrenzende Filiale der Bäckerei Schall konnte am Samstag ihren Betrieb nicht wieder aufnehmen. Auch eine Gaststätte musste vorübergehend schließen. Weitere Gewerbeeinheiten blieben dagegen laut Feuerwehr von Rauchschäden verschont. Die Eppsteiner Straße war auf Höhe der Dreikönig Apotheke, für die Dauer des Einsatzes vollständig gesperrt. Erst gegen 13 Uhr mit Ende des Einsatzes konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden.

Folgen am Tag danach deutlich

Dass sich die Folgen auch am Sonntag noch bemerkbar machten, schildert Flomersheims Ortsvorsteher Ulrich Fleischmann (CDU) im Telefongespräch. Demnach habe sich die Situation insbesondere beim Bäcker Görtz bemerkbar gemacht. Dort sei der Andrang ungewöhnlich groß gewesen, sodass „bereits gegen 10 Uhr alle Brötchen ausverkauft waren“. Die Warteschlange habe sich „weit auf den Parkplatz“ gezogen, berichtete er.

Auch eine eher ungewöhnliche Randnotiz blieb vom Einsatz in Erinnerung: Weil durch die Abschaltung des Stromnetzes auch ein angrenzender Eisautomat in der Eppsteiner Straße nicht mehr versorgt wurde, war die Kühlkette unterbrochen. Das Eiscafé Allegro aus Oggersheim stellte das nicht mehr verkäufliche Eis daraufhin den Einsatzkräften zur Verfügung. Die Feuerwehr bedankte sich dafür.

Insgesamt waren rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Helfer der Schnelleinsatzgruppe Betreuung der Johanniter-Unfall-Hilfe Frankenthal und der Sanitätsbereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes im Einsatz. Die Einsatzstelle wurde anschließend an die Polizei und den Eigentümer des Gebäudes übergeben. Von Seiten der Feuerwehr gehe man von einem Feuer im Bereich der Elektroverteilung aus. Die Ermittlungen zur Ursache des Feuers und zur Höhe des entstandenen Schadens laufen weiterhin. Nach ersten Schätzungen lag dieser bei rund 100.000 Euro.

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