Frankenthal
Nach Geburtenknick: Wieder mehr Babys in Frankenthal
Die gute Nachricht für die Stadt Frankenthal: Im vergangenen Jahr waren die Geburtenzahlen erstmals seit Jahren nicht mehr rückläufig. 278 neue Mädchen und Jungen hat das Standesamt bis zum Jahreswechsel beurkundet – 13 Kinder mehr als noch im Jahr davor. 2024 hatte es einen regelrechten Knick in der Frankenthaler Geburtsstatistik gegeben. Wurden beispielsweise in den zwei Jahren davor noch mehr als 300 Geburten beurkundet – 2022 waren es 326, 2023 waren es 309 –, gab es 2024 mit 265 Geburten einen deutlichen Dämpfer.
In der Stadtklinik Frankenthal erblickten im vergangenen Jahr 268 Kinder das Licht der Welt, ebenfalls etwas mehr als im Vorjahr. Dass die Zahl der Geburten in der Stadtklinik von der des Standesamts abweicht, hat einer Sprecherin der Stadt zufolge zwei Gründe: „Dies liegt zum einen daran, dass Kinder, die Ende Dezember geboren werden, teilweise erst im Januar beurkundet werden und somit in die Statistik des Folgejahres fallen. Zum anderen beurkunden wir auch Geburten von Kindern nach, die im Ausland zur Welt gekommen sind.“
Fast ausgeglichen ist die Verteilung der Geschlechter beim Frankenthaler Jahrgang 2025: 141 Jungs und 137 Mädchen zählte das Standesamt. Im Vorjahr sah das noch anders aus. Da kam man beim Standesamt gerade einmal auf 117 Mädchen und 143 Jungs.
Leon führt die Liste an
Bei der Namensgebung setzt sich der Trend nach möglichst individuellen Namen fort. Das Standesamt bestätigte den Trend bereits vor zwölf Monaten. Der lässt sich auch an der Rangliste der beliebtesten Vornamen erkennen, weil von den 141 neugeborenen Jungs lediglich vier den Namen Leon beziehungsweise Leonard bekommen haben. Das reicht allerdings für den ersten Platz. Dahinter in der Namensliste kommen mit jeweils drei beurkundeten Geburten Ali, Felix, Gabriel und Oliver.
Welchen starken Schwankungen diese Ranglisten in einer vergleichsweise kleinen Geburtsklinik wie Frankenthal unterliegen, verrät der Blick zwölf Monate zurück. Lediglich Leon(-ard) und Felix haben es erneut in die Liste geschafft. Der Top-Name aus dem Vorjahr, Elias, findet sich in diesem Jahr nicht unter den Top Fünf.
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Zahlen des Hobby-Historikers Knud Bielefeld zufolge, der für seine bundesweite Statistik der beliebtesten Vornamen Zahlen aus 375 von 450 Städten mit Geburtsklinik auswertet, ist der deutschlandweit beliebteste Vorname derzeit Noah, gefolgt von Matteo und Elias. Doch auch die in Frankenthal populären Namen Leon und Felix tauchen in der bundesweiten Statistik unter den zehn meistgewählten Vornamen auf.
Siegerin bei den Mädchen: Emma
Ähnlich knapp, wie es die Namensstatistik bei den Jungs erkennen lässt, geht es in der Liste für die Mädchen zu. Von den 137 Neugeborenen heißen vier Emma. Das reicht für den ersten Platz. Dahinter folgen mit jeweils drei Namensgebungen Elisabeth, Ella, Lia, Malia, Marie und Theresa beziehungsweise Teresa.
Emma, im Jahr davor gar nicht in der Rangliste der beliebtesten Namen, löst damit Marie an der Spitze ab. Letztgenannter ist der einzige Name, der erneut unter den meistgewählten Namen in der Stadt auftaucht.
Deutschlandweit gilt der Untersuchung von Knud Bielefeld nach zwar Sophia als beliebtester Mädchenname 2025, doch direkt danach kommt schon Emma. Auch sonst gibt es Frankenthaler Babynamen in der bundesweiten Hitliste: Lia und Ella waren überall in Deutschland populär.
Statistiker Knud Bielefeld wertet seine Namenslisten auch getrennt nach Bundesländern aus. Für Rheinland-Pfalz und das Saarland führen Emilia bei den Mädchen und Noah bei den Jungs die Liste an.
Warten auf moderne Geburtsstation
Um die Geburtshilfeabteilung der Stadtklinik Frankenthal zu stabilisieren, erhält diese bald 31.517 Euro Bundesförderung, wie bereits berichtet. „Die Geburtshilfe ist ein zentraler Bestandteil der medizinischen Versorgung in Frankenthal“, sagt eine Sprecherin der Stadt, angesprochen auf die Standortsicherheit der Geburtshilfeabteilung angesichts zurückgehender Geburtszahlen. Der Standpunkt der Stadt: „Der Rückgang der Geburtenzahlen ist ein bundesweiter demografischer Trend, der nahezu alle Kliniken betrifft und nicht isoliert auf Frankenthal zurückzuführen ist.“
Mit Blick auf die Standortsicherheit verweist die Stadt auf den geplanten Anbau der Stadtklinik, dessen Eröffnung sich zuletzt immer wieder verzögert hatte. Zusammen mit Fördermitteln des Landes investiere man dort 30 Millionen Euro. „Die neue, moderne Geburtsstation bietet zeitgemäße Strukturen, kurze Wege und eine hochwertige Ausstattung, die sowohl den Bedürfnissen von Familien als auch den Anforderungen an eine moderne Geburtshilfe gerecht werden“, heißt es aus der Stadtverwaltung. So sollen dort unter anderem moderne Kreiß- und Operationssäle und modern ausgestattete Familienzimmer entstehen.