Frankenthal Mit bewährter Taktik

Lena Reber (rechts) soll auch in der Pfalzliga ihre Schnelligkeit zum Einsatz bringen.
Lena Reber (rechts) soll auch in der Pfalzliga ihre Schnelligkeit zum Einsatz bringen.

«Bobenheim-Roxheim.» Es wird wohl eine harte Spielzeit in der Pfalzliga für die Handballerinnen des SC Bobenheim-Roxheim. Härter jedenfalls, als vergangene Runde in der Verbandsliga. Weshalb Heiko Breth, Trainer beim Aufsteiger, an der bewährten Taktik festhalten will.

Vom Aufsteiger SC Bobenheim-Roxheim eine Runde vergleichbar mit der vergangenen in der Verbandsliga zu erwarten, wäre nicht fair. Da eilte der SC von Sieg zu Sieg, stolperte nur ab und an mal marginal und wurde am Ende verdient Meister. Folglich stieg das Team in die Pfalzliga auf. Doch dort weht jetzt ein anderer Wind, wie Heiko Breth berichtet. „Das geht gleich mal zwei Stufen hoch. Der Bruch zur Verbandsliga ist in der Pfalz deutlich stärker als in anderen Regionen“, erläutert der Übungsleiter. „Wir freuen uns alle darauf, dass es losgeht. Aber wir werden nicht alles abräumen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass es diesmal keinen Durchmarsch geben wird“, sagt Breth. Weshalb er unmissverständlich sagt: „Es geht von Anfang an gegen den Abstieg!“ Die Kunst sei deshalb, die Stimmung im Team hochzuhalten – auch wenn es mal zu einer Niederlagenserie kommen sollte. „Dann Druck auszuüben, wäre falsch“, ist Breth überzeugt. Angst davor, dass der SC zur Fahrstuhlmannschaft werden könnte, habe er nicht. Um die sich bietenden Gelegenheiten optimal nutzen zu können, vertraut Heiko Breth in der Deckung einer 6-0-Abwehr. „Das ist meine Lieblingsabwehrformation“, erläutert er. Und er begründet auch gleich, warum das so ist: „Wir haben einen relativ hohen Altersschnitt. So haben wir kurze Wege auf die Seiten und sind körperlich stark in der Mitte.“ Das Risiko, Distanzwürfe des Gegners zu kassieren, nehme er da in Kauf. „Auch in der Pfalzliga gibt es nicht viele Spielerinnen, die aus neun, zehn Metern Gefahr ausstrahlen“, betont Heiko Breth. Und sollte doch mal ein Wurf durchkommen, dann weiß Breth mit Carmen Stephan seine „klare Nummer 1“ zwischen den Pfosten. Die Erfahrung, die sie in der Oberliga schon gesammelt habe, spreche für sie. Sarah Kühlmann sei aber eine gute Ergänzung. Deshalb werde er wohl auch in der Pfalzliga sein Wechselspielchen zur Halbzeit beibehalten. „Ich mache das immer gerne. Unabhängig vom Spielstand.“ Die Stärken seiner Truppe sieht Heiko Breth in der Kompaktheit und im körperlichen Bereich. „Wir können auch mal hinlangen“, formuliert er es salopp. Dazu habe er mit Lena Reber eine sehr schnelle Spielerin. „Sie ist schwer einzuholen. Aber sie kann uns auch viel Spaß im Rückraum machen.“ Cathrine Daut sei auf beiden Außenpositionen einsetzbar. Noch arbeiten müsse sein Team an den Abläufen. Das Passspiel sei manchmal noch zu ungenau. Das Auftaktprogramm hat es gleich mal in sich. Am Wochenende ist der SC bei der FSG Hauenstein/Rodalben zu Gast. Zum ersten Heimspiel kommt am 10. September die HSG Dudenhofen/Schifferstadt in die Sporthalle der Pestalozzi-Schule. Es folgt ein weiteres Heimspiel gegen die HSG Lingenfeld/Schwegenheim und ein Auftritt beim TuS Heiligenstein. Letzteren sieht Breth als Top-Favoriten auf den Aufstieg. Aber auch dem TV Ruchheim traut er einiges zu. Die ersten vier, fünf Spieltage will er abwarten. Dann könne man vielleicht schon sehen, wie die Saison wird. Und wann war die Runde eine gute? „Wenn wir danach noch drin sind.“ Und sollte doch unterm Strich der Gang in die Verbandsliga stehen, dann werde man den Mund abputzen und weitermachen. Der Kader Tor: Carmen Stephan, Sarah Kühlmann; Feld: Freya Bäumlisberger, Stefanie Schmied, Christina Hörner, Janina Mehrhof, Iris Muth, Julia Reber, Lena Reber, Cathrine Daut, Maria Diemer, Cindy Höchst, Nathalie Höchst, Carina Stephan, Franziska Stauffer, Meike Menger. Abgänge: keine. Zugänge: Anna Bäumlisberger, Meike Meißner (beide 2. Mannschaft). Trainer: Heiko Breth (seit 2015).

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