Frankenthal KZ-Gedenkstätte Osthofen: Studienfahrt am Mittwoch

Erinnern an das Grauen: Gedenkstätte in Osthofen.
Erinnern an das Grauen: Gedenkstätte in Osthofen.

Eine Studienfahrt zur Gedenkstätte Konzentrationslager (KZ) Osthofen bei Worms organisiert der Förderverein für jüdisches Gedenken in Kooperation mit der Volkshochschule Frankenthal. Treffpunkt ist am Mittwoch, 15. Mai, 11.45 Uhr, am Hauptbahnhof Frankenthal. Das Programm mit Führung (überwiegend im Freien) endet gegen 17 Uhr. Anmeldung und weitere Informationen per E-Mail an herbaum@t-online.de oder unter Telefon 06233 69662. Ein Audio-Guide liefert Aussagen von Zeitzeugen und Erklärungen zum Lagerleben. Die Dauerausstellung zeigt die Entwicklung der NS-Diktatur in der Region ab 1933. Zurzeit ist außerdem die Ausstellung „Zwischen Erfolg und Verfolgung. Jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach“ zu sehen. Weitere Informationen im Netz unter www.juden-in-frankenthal.de und www.gedenkstaette-osthofen-rlp.de.

Vom Frühjahr 1933 bis Sommer 1934 wurden Gegner des NS-Regimes, vor allem Mitglieder der KPD, der SPD und Gewerkschafter, aber auch Angehörige des Zentrums, Juden, Zeugen Jehovas, Sinti und andere im KZ Osthofen gefangen gehalten. In den 17 Monaten seines Bestehens waren 3000 Männer sowie einige Frauen für drei bis vier Wochen unter menschenverachtenden Bedingungen in den kahlen Hallen inhaftiert. Zwar ist im KZ Osthofen kein Inhaftierter ermordet worden. Alle waren jedoch dem ständigen Terror, den Misshandlungen und Demütigungen durch die Wachmannschaften ausgesetzt. Vor allem die jüdischen Menschen hatten unter den Misshandlungen zu leiden.

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