Frankenthal Karolinen-Gymnasium: Auszeichnung als Schule für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Freuen sich über die BNE-Zertifizierung des Karolinen-Gymnasiums (von links): Schulleiter Peter Graff, die Lehrer Simon Meinecke
Freuen sich über die BNE-Zertifizierung des Karolinen-Gymnasiums (von links): Schulleiter Peter Graff, die Lehrer Simon Meinecke und Jessica Hansen, Christine Braun (Pädagogisches Landesinstitut) sowie die Schüler Leon Ecker, Max Sebastian und Katharina Paczkowski.

Das Karolinen-Gymnasium ist als Schule für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zertifiziert worden. Die Initiative ging von Schülern aus.

Damit wird das langfristige Engagement der Schulgemeinschaft für Nachhaltigkeit und zukunftsorientiertes Lernen anerkannt. Die Auszeichnung gilt ab der Antragstellung vier Jahre und ist somit bis ins Jahr 2028 gültig; dann muss die Schule erneut nachweisen, dass sie Nachhaltigkeit aktiv im Schulalltag integriert. Bei der BNE-Initiative handelt es sich um ein Bildungskonzept, das Menschen befähigen soll, zukunftsfähig zu denken, die Auswirkungen eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle, nachhaltige Entscheidungen zu treffen. Ziel ist es, Wissen und Kompetenzen zu vermitteln, um aktiv eine gerechte, lebenswerte Zukunft zu gestalten.

Die Zertifizierung orientiert sich an den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen; dazu zählen nicht nur Klimaschutz, sondern auch Frieden, Gerechtigkeit, Demokratie und Gesundheit. Den Anstoß für den Zertifizierungsprozess gab ein Impuls aus der Schülervertretung. „Aus einer Idee wurde ein vielköpfiges Organisationsteam, das sich gefragt hat: Wie können wir unsere Schule noch nachhaltiger machen?“, beschreibt Schülerin Marlene Stauffer die Anfänge.

Mit der Schulleitung sowie den BNE-Lehrkräften Jessica Hansen und Simon Meinecke wurde ein Antrag beim Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz eingereicht. Nach der Zusage begann eine Phase der Weiterentwicklung: Projekte wurden ausgebaut, Initiativen gestartet und Strukturen im Unterricht auf Nachhaltigkeitsaspekte überprüft. Beim Prüfungstermin im Juni 2025, präsentierten Schüler mit Lehrkräften und Unterstützern ihre Arbeit. Christine Braun vom Pädagogischen Landesinstitut betonte in ihrer Würdigung: „Die Auszeichnung ist ein Spiegel von dem, was ihr seid. Ihr habt gezeigt, dass man beginnt zu fragen: Ist das gerecht? Ist das zukunftsfähig? Was kann ich tun?“ Gleichzeitig hob sie hervor: „BNE ist kein Trend, sondern ein Anspruch.“ Beeindruckt zeigte sie sich davon, dass die Initiative von den Schülern Katharina Paczkowski, Marlene Stauffer, Leon Ecker und Max Sebastian ausging. Üblich sei es, dass Schulleitungen auf sie und ihre Kollegen zukommen.

Schulleiter Peter Graff bezeichnete das Projekt als Beispiel dafür, „dass Schule mehr als Unterricht sei“. Leon Ecker sage: „Eine Auszeichnung allein macht eine Schule nicht nachhaltig. Sie ist kein Endpunkt, sondern ein Auftrag.“ Nachhaltigkeit bedeute Verantwortung, und diese werde von der gesamten Schulgemeinschaft getragen, betonte Paczkowski. Sebastian rief ebenfalls alle dazu auf, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

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