Frankenthal
Iran-Krieg: Kommt der Kosten-Schub beim Handwerk?
Bei der Handwerkskammer der Pfalz hat die Eskalation im Nahen Osten noch keinen erhöhten Beratungsbedarf für Mitgliedsbetriebe ausgelöst. Wie eine Sprecherin auf Anfrage der RHEINPFALZ weiter mitteilte, hätten sich bislang weder Betriebe aus Frankenthal noch aus anderen Teilen des Kammerbezirks hilfesuchend an die Betriebsberatungsstelle der Kammer gewandt.
Sie erwartet, dass sich die finalen Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Verfügbarkeit von Waren und Rohstoffen sowie mögliche Kostensteigerungen erst in den kommenden Wochen zeigen dürften. Sollten extern bedingte Kostensteigerungen anhalten, werde das über kurz oder lang auch die Pfälzer Betriebe zu Preisanpassungen zwingen, um existenzbedrohende Verluste zu vermeiden.
Handwerk: Wie sich Spritpreise auswirken
Die rapide gestiegenen Spritpreise an den Tankstellen machten dabei in der Regel nur einen geringen Anteil der Gesamtkosten in einem Handwerksbetrieb aus. Dennoch könnten Betriebe mit einer größeren Fahrzeugflotte, energieintensive Unternehmen oder solche mit größeren Baumaschinen deutliche Kostensteigerungen zu spüren bekommen, räumte die Sprecherin ein. Das gelte auch für Zulieferer, die Waren gegebenenfalls teurer zukaufen müssten: „Auch diese Kostensteigerung müsste dann wiederum an die Kunden weitergegeben werden.“
Die Betriebsberatungsstelle der Handwerkskammer biete ihre Dienste etwa bei der Anpassung der Kalkulation an und berate individuell, wie die wirtschaftliche Stabilität gesichert werden könne. Für Mitgliedsbetriebe ist diese Assistenz kostenlos.