Handball
HSG Eckbachtal verliert am letzten Spieltag in Speyer deutlich
Die HSG Eckbachtal unterlag am letzten Spieltag der Saison beim TSV Speyer deutlich mit 26:31 (11:17).
Das Duell bei den Domstädtern stand unter keinem guten Stern, so verfügte HSG-Trainer Georg Ebel lediglich über eine Rumpftruppe, nur zwei Auswechselspieler standen ihm zur Verfügung. Kurzfristig gab er gar Simon Müsel an die zweite Mannschaft ab, die noch einen Zähler für die Qualifikation zur eingleisigen Verbandsliga benötigte. Mit neun Treffern hatte Müsel seinen Anteil am 29:24-Auswärtserfolg der zweiten Garnitur beim HSV Sobernheim und trug so zur geschafften Qualifikation bei.
Übungsleiter Ebel fand nach der Niederlage, die sich früh anbahnte – nach der Anfangsviertelstunde lag seine Mannschaft bereits mit 4:13 in Rückstand – klare Worte. Beim Stande von 7:3 nahm Ebel bereits in der neunten Spielminute die erste Auszeit, doch seine Vorgaben schienen ihre Wirkung vorerst zu verfehlen.
„Die ersten 20 Minuten grenzten schon an Arbeitsverweigerung, nach vorn absolute schlechte Trefferquote und nach hinten keinen Zugriff bekommen, danach haben wir uns emotional reingekämpft.“ Sven Dopp im Innenblock leistete hier gute Arbeit und erhielt neben Timo Kluzik, der mit elf Treffern der beste Torschütze des Abends war, ein Sonderlob von Ebel. „Timo zeigte trotz einiger Fehlwürfe immer wieder Moral und versuchte Akzente zu setzen, bewies einfach seine Kämpferstärke.“ Kluzik stahl in der Abwehr immer wieder Bälle und ging steil nach vorn. Fünf Minuten vor der Pause lagen die Gekkos gegen die Domstädter beim Stande von 16:9 mit sieben Toren im Hintertreffen, zeigten dann Willen und verkürzten durch Treffer von Timo Kluzik und Felix Noll auf 16:11.
Ärgerlich: Trotz angezeigtem Zeitspiel gelang den Hausherren kurz vor dem Pausenpfiff der nächste Treffer. Dennoch hatte sich die Mannschaft für die zweite Spielhälfte einiges vorgenommen und wollte mit Kampf das Spiel noch drehen. Die Realität war eine gänzlich andere, Ebel sprach von ernüchternden sieben Minuten ohne eigene Treffer. Nach einem 11:23-Rückstand war es abermals Kluzik, der für den nächsten Treffer der Gekkos sorgte, kurz zuvor nahm Ebel die erste Auszeit nach dem Wiederanpfiff (34:02), trotz doppelter Unterzahl gelang den Hausherren der nächste Treffer, ehe Kluzik den ersten Treffer nach dem Wiederanpfiff für die Gekkos erzielte.
So zeigte sich Übungsleiter Ebel von der Trefferquote seiner Mannschaft allgemein sehr enttäuscht. „Das war ganz sicher nicht der Abschluss, wie wir uns ihn vorgestellt hatten, zum Ende der Saison war das schon noch einmal ganz ernüchternd.“
Das Harzverbot wollte er als Ausrede nicht gelten lassen, vielmehr bemängelte er die miserable Trefferquote, die seine Vorderleute viel zu oft an den Tag legten. Für die Mannschaft spricht, dass sie sich nach dem klaren 15:28-Rückstand, der fast schon aussichtslos war, fünfzehn Minuten vor Ende des Spiels und damit der Saison nicht aufgab und weiter an sich glaubte. Von nun an gelangen den Gekkos elf eigene Treffer, die Hintermannschaft hingegen erlaubte den Domstädtern lediglich noch drei Treffer.
Dieser 11:3-Lauf war vor allem auf sieben Treffer von Kluzik und drei Tore durch Sven Dopp geprägt. Doch die Aufholjagd begann zu spät. Durch die Niederlage der TSG Mainz-Bretzenheim bei der TG Osthofen beenden die Gekkos die erste gemeinsame Saison der frisch gegründeten Oberliga Rheinhessen-Pfalz mit einem positiven Punkte- und Torverhältnis auf Rang fünf.