Frankenthal Hoffen auf die jungen Hungrigen
«DIRMSTEIN.» Schon ein wenig zur Tradition wird das Auftaktspiel des TuS Dirmstein in der Fußball-A-Klasse auf eigenem Platz gegen den SC Bobenheim-Roxheim. In der vergangenen Runde verlor der TuS. Der Beginn eines etwas wackeligen Saisonstarts für Dirmstein. Das soll nun besser werden. Ob es gleich im ersten Spiel klappt?
Prinzipiell hätte sich Dirmsteins Trainer Oliver Müller, der in seine zweite Spielzeit beim TuS geht, einen anderen Einstieg als den gegen den Vorjahreszweiten vorstellen können. Aber gespielt werden müsse ja gegen alle Mannschaften. Ob dann die folgenden Partien gegen die Aufsteiger ASV Edigheim und TuS Sausenheim, die da sicher noch mit einer Anfangseuphorie unterwegs sind, unbedingt leichter werden, sei dahingestellt. Sein erstes Pflichtspiel hatte der TuS am Sonntag im Kreispokal beim B-Klassisten DJK Schwarz-Weiss Frankenthal, gewann 3:2. Gleich heute testen Müller und seine Mannschaft noch beim MTSV Beindersheim, um Spielrhythmus zu bekommen. Anpfiff ist um 19 Uhr. Die Vorbereitung sei schwierig gewesen. Aber dieses Schicksal teile er mit vielen Trainern in den unteren Ligen, sagt Müller. Viele Spieler seien in Urlaub gewesen. Die richtige Vorbereitung werde sich auf die letzten zwei Wochen vor Saisonstart konzentrieren. Dadurch dass Dirmstein in dieser Saison eine zweite Mannschaft gemeldet habe, sei der Kader insgesamt besser aufgestellt. So komme der Verein bestimmt besser über personell schwierige Zeiten. Beispielsweise dann, wenn Spieler wegen des Studiums nicht mehr regelmäßig zur Verfügung stünden. Insgesamt sind derzeit für beide Mannschaften 40 Spieler auf der Kaderliste verzeichnet, die auch alle irgendwann schon einmal im Training gewesen seien. Schon früh wurde mit Lukas Bungert, der vom SV Gundheim gekommen ist, ein gleichwertiger Ersatz im Tor für den abgewanderten Yannick Selzer (FV Freinsheim) gefunden. Florian Schneider verließ Dirmstein in Richtung Maxdorf. Mit Patrick Langohr sei ein Spieler zum Kader gestoßen, der wisse, wo das gegnerische Tor stehe. Bei ihm sei aufgrund einer langen Spielpause abzuwarten, wie er Training und Wettkampf verkrafte. Aber er sehe das sehr positiv, sagt Müller. Ein Knipser fehlte dem TuS Dirmstein in der vergangenen Saison. Darüber hinaus habe sich der Verein insbesondere mit jungen, willigen Spielern aus der B-Klasse verstärkt. „Damit haben wir etwas für die Breite unseres Kaders getan“, sagt Müller. Doch der Trainer ist nicht nur von der Quantität, sondern auch von der Qualität in der Mannschaft überzeugt. Die Kaderplanung sei abgeschlossen. „Jetzt noch Spieler zu holen, wäre nicht fair gegenüber den Jungen, die wir aufgenommen haben.“ Allerdings sucht der TuS nach wie vor nach einem Torwart für seine zweite Mannschaft. „Wir wollen uns natürlich im Vergleich zur vergangenen Saison verbessern. Wenn ich das nicht wollte, wäre ich ein schlechter Trainer“, meint Müller. 2016/17 hat Dirmstein als Tabellensiebter die Saison beendet. Ein besseres Abschneiden wäre schon da möglich gewesen. Aber der TuS ließ einige Punkte unglücklich liegen und hatte Verletzungspech. Allerdings hat Oliver Müller Respekt vor der Konkurrenz. „So ausgeglichen war die A-Klasse wohl schon seit Jahren nicht mehr“, meint der Coach. Im Prinzip erwartet er bis auf die in die Bezirksliga aufgestiegenen Weisenheimer die gleichen Mannschaften in der oberen Tabellenhälfte wie in der Vorsaison. Die TSG Eisenberg, die Dirmstein zum Kerwespiel empfängt, werde sicher noch nachlegen, glaubt Müller. Beim VfR Frankenthal müsse man abwarten. Aber von der Aufstellung her sei das eine Mannschaft, die gleich vorne mitspielen könne. Das Trainerteam in Dirmstein gehe auf alle Fälle optimistisch in die Runde.