Frankenthal Haller geht wieder für SPD ins Rennen

Martin Haller geht für die SPD ins Rennen ums Direktmandat im Frankenthaler Landtagswahlkreis 34. Die Delegierten der Wahlkreiskonferenz haben den 31 Jahre alten Politiker am Montagabend beim TuS Flomersheim mit nur einer Gegenstimme nominiert. Ersatzkandidat ist Bernd Leidig.

„Wir haben uns gemeinsam einen ehrlichen Politikstil erarbeitet“, betonte Haller. Probleme gehe die SPD sachlich an, mache dabei aber keine leeren Versprechungen. „Zuerst kommt das Wohl der Region, dann das der Partei.“ Machtspielchen habe es in den letzten zehn Jahren nicht mehr gegeben, sagte der Landtagsabgeordnete und verwies auf Erfolge der rot-grünen Landesregierung. Haller: „Bildung hat Priorität, unser Schulsystem ist in Sachen Integration spitze.“ An der Gebührenfreiheit bei der Kinderbetreuung werde nicht gerüttelt. Eine immer stärkere Bedeutung gewinne das Internet, im ländlichen Raum müsse die Digitalisierung vorangetrieben werden. Als „Baustellen“ für die nächsten fünf Jahre nannte Martin Haller die Ortsumgehung in Bobenheim-Roxheim sowie die Erweiterung des Beregnungsverbandes. Die Straße zwischen Bobenheim und Kleinniedesheim müsse sicherer gemacht und der Radweg zwischen Eppstein und Maxdorf gebaut werden. Mit Blick auf Großniedesheim erklärte der Abgeordnete, dass die SPD auch die kleinen Schulstandorte erhalten wolle. Außerdem trat er für eine weitere Unterstützung der Stadtklinik Frankenthal und für die Bereitstellung von Landesmitteln für den historischen Ortskern seiner Heimatgemeinde Lambsheim ein. Alexander Schweitzer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, bescheinigte Martin Haller hohe persönliche Kompetenz und stellte in seiner Rede zum Thema „Gut leben und arbeiten in Rheinland-Pfalz“ auch die Arbeit von Ministerpräsidentin Malu Dreyer heraus. Sowohl der die Konferenz leitende SPD-Unterbezirksvorsitzende Martin Wegner (Ludwigshafen) als auch Michael Reith, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim, unterstützten in ihren Wortbeiträgen die Kandidatur Hallers. Nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses – 63 Ja- und eine Neinstimme bei einer Enthaltung – gab es minutenlangen Beifall. Bernd Leidig, der als B-Kandidat antritt und von der SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Beate Steeg als „der richtige Mann“ charakterisiert wurde, sagte Martin Haller seine volle Unterstützung zu. Das Votum der Versammlung war eindeutig: 58 Ja- und vier Neinstimmen bei zwei Enthaltungen. (loi)

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