Bobenheim-Roxheim RHEINPFALZ Plus Artikel FWG-Antrag: Bahnunterführung in Bobenheim-Roxheim soll videoüberwacht werden

Auch wenn diese Aufnahme schon älter ist: Manchen erscheint die Bahnunterführung in Bobenheim immer noch wie ein dunkles Loch.
Auch wenn diese Aufnahme schon älter ist: Manchen erscheint die Bahnunterführung in Bobenheim immer noch wie ein dunkles Loch.

Die Freien Wähler fordern mehr Sicherheitsvorkehrungen im Durchgang zur Siedlung Bobenheim-West. Das wirft die Frage auf, wem die Unterführung gehört.

Die Freie Wählergruppe Bobenheim-Roxheim setzt sich dafür ein, dass die Fußgängerunterführung am Bahnhof Bobenheim videoüberwacht wird. Zumindest bittet sie die Gemeindeverwaltung zu prüfen, ob die Installation von Kameras dort machbar ist oder ob es andere Möglichkeiten gibt, damit sich Nutzer des Durchgangs sicherer fühlen.

In der Begründung des FWG-Antrags heißt es, eine Videoüberwachung stärke das subjektive Sicherheitsgefühl, wirke Vandalismus und Verschmutzungen entgegen und trage nach einem Vorfall zu dessen Aufklärung bei. Ein Beispiel für einen realen Vorfall wird nicht genannt.

Die Freien Wähler sind laut Fraktionschef Florian Reuber davon ausgegangen, dass die Unterführung der Gemeinde gehört und dass diese dann vorbehaltlich der Gesetzeslage selbst entscheiden kann, ob Kameras installiert werden. Doch die Eigentums- und Zuständigkeitsfrage ist etwas komplizierter.

Vereinbarung wegen Kehrdienst

Eine Presseanfrage dazu hat die Deutsche Bahn bislang nicht beantwortet. Aber Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat in den Akten etwas gefunden. Demnach gehören der schneckenförmige Abgang am Bahnhofsplatz und der Aufgang zur Kleinniedesheimer Straße der Gemeinde, der eigentliche Durchgang und die Treppen zu den Gleisen seien Eigentum der Bahn.

Allerdings, sagt Müller, habe die Gemeinde 1978 zugestimmt, die Verkehrssicherung zu übernehmen, also dort zu kehren und zu streuen. „Das heißt aber nicht, dass wir bestimmen dürfen, dass dort Kameras aufgehängt werden“, so Müller. Die Verwaltung will in der Sache Kontakt mit der Bahn aufnehmen und dem Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. Juni berichten.

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