Frankenthal
Frankenthaler Strandbad: Wibit-Anlage bekommt Verstärkung
Die Messlatte liegt hoch für die bald beginnende neue Saison im Strandbad in Frankenthal: Voriges Jahr ist dort erstmals seit Jahren wieder eine wichtige Marke geknackt worden. 103.600 Besucherinnen und Besucher wollten sich zwischen Mai und September im Osten der Stadt abkühlen oder auf der Liegewiese chillen.
Den verregneten Sommerferien zum Trotz konnte der Betreiber, die Frankenthaler Bäder & Park Betriebsgesellschaft, einen grünen Haken hinter die Bilanz für 2025 machen. Mit einem Maßnahmenpaket will er in der bevorstehenden Freibadsaison daran anknüpfen.
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Zur gestiegenen Publikumsakzeptanz beigetragen hat vor allem ein Spaßelement, auf das Strandbadgäste lange Jahre verzichten mussten: die Wibit-Anlage, eine aufgeblasene Hüpfburg auf dem See mit verschiedenen Jonglier- und Absprungmöglichkeiten. Die Magnetwirkung dieser Strandbadattraktion wollen die beiden Geschäftsführer Karmen Strahonja und Volkmar Langefeld nun verstärken. Sie spendieren ihr eine Verlängerung namens „Wave“.
Der auf fünf Metern Höhe an den Wibit-Steg installierte Seitenarm ist ihres Wissens nach so in ganz Süddeutschland noch nicht angedockt worden. Die Rutsche ergänzt die bisherigen Nutzungsmöglichkeiten des schwimmenden gelb-grünen Spielmobils. Zusätzliches Aufsichtspersonal müsse für die Erweiterung nicht abgestellt werden, es bleibe bei zwei Mitarbeitern für Aufsicht und Ausgabe von Schwimmwesten, erklären Strahonja und Langefeld.
Besucherplus auch im Ostparkbad
In ihre Zuständigkeit fällt nicht nur das Strandbad, sondern auch das wenige Hundert Meter entfernte Ostparkbad. Das Hallenbad geht mit Beginn der Freibadsaison in die Sommerpause. Dort ist mit dem „Wibit Splasher“ gerade der kleine Bruder der Wibit-Anlage deponiert worden. Die Rutsche wird jeweils am Sonntagnachmittag am Beckenrand aufgestellt. Auch am Kanal registrieren die Betreiber nicht nur ein quantitatives Besucherplus, „trotz des neuen Konkurrenzangebots mit der Therme in Bad Dürkheim. Die Gäste kommen auch aus einem größeren Umkreis nach Frankenthal“, registriert Langefeld.
Die Sommerpause im Ostparkbad soll genutzt werden, um Teile des Außensaunabereichs zu sanieren. Dort sollen zudem Liegen ausgetauscht und die Saunaabende ab Herbst verlängert werden. Für einen ökonomisch wie ökologisch effizienten Betrieb des Strandbads wird mit Gesamtinvestitionen von rund 6,35 Millionen Euro gerechnet, für das Ostparkbad addieren sie sich auf 4,21 Millionen. Förderanträge beim Bund sind gestellt. Auf die Eintrittspreise soll kein Anteil der Investitionen in die Frankenthaler Bäderlandschaft umgelegt werden. Sie bleiben stabil, sichern die beiden Geschäftsführer zu.
Kombibad am Strandbad?
Die chronischen Defizite der städtischen Bäder und Parkhäuser haben in den jüngsten Beratungen zum Doppelhaushalt und zur fragilen Quersubventionierung unter den Töchtern des sogenannten Stadtkonzerns die Debatte über ein Kombibad neu aufflammen lassen. „Wir bereiten denkbare Szenarien ergebnisoffen auf, entscheiden muss letztlich die Politik“, halten sich Strahonja und Langefeld mit Wertungen oder Präferenzen zurück.
„Unser Auftrag ist es, die Bäderinfrastruktur insgesamt in einem attraktiven Zustand zu halten.“ Ein Kombibad sei grundsätzlich an beiden Standorten vorstellbar, nicht zwangsläufig am Strandbad mit seinem großzügigen Außenbereich. „Eine solch weitreichende Entscheidung will jedenfalls gründlich vorbereitet sein.“ Nicht zuletzt müsse sie den Bedürfnissen von Schulen, Vereinen und Verbänden gerecht werden, die etwa den Schwimmunterricht sicherstellten.
Mit Sauger gegen Gänsekot
Für mindestens fünf weitere Jahre – so lange Vorlauf bräuchte es mindestens bis zur Eröffnung eines neuen Kombibads – bleibt die Bäderstruktur in Frankenthal wie gehabt. Mit einem behutsam modernisierten Ostparkbad und einer Frischzellenkur für das populäre und idyllisch gelegene Strandbad. Die Beachbar in dessen südöstlich gelegener Bucht wird in diesem Jahr erneut öffnen. Eine Konkurrenz zum bisherigen gastronomischen Angebot habe sich nicht ergeben, so Langefelds Beobachtung. Mit einer passenden Bestuhlung soll in diesem Abschnitt noch mehr Strandgefühl erzeugt werden.
Weil sich auf der langgezogenen Liegewiese nicht nur Zweibeiner wohlfühlen, sondern auch immer mehr Wildgänse, reagiert der Badbetreiber auf deren zunehmenden Hinterlassenschaften. Ein spezieller Aufsatz für die Reinigungsmaschinen soll sie gezielter aufnehmen können, die Intervalle werden dafür verkürzt. „Die Population hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdreifacht. Darauf müssen und wollen wir reagieren“, erklärte Langefeld.
Die reaktivierte Bushaltestelle am Meergartenweg wird weiter angefahren. Neu angedacht ist ein Late-Night-Schwimmen mit speziellen Licht- und Soundeffekten. Zum Start in die Freibadsaison an Christi Himmelfahrt, 14. Mai, ist ein Eröffnungsfest geplant, Details sind derzeit noch in der Planung. Sie werden auf der neuen Homepage https://unser-strandbad.de veröffentlicht. Sie ist auch installiert worden, um Förderer zu gewinnen. Ab einer Spendensumme von 50 Euro werden sie auf Wunsch auch namentlich aufgeführt. Das Geld soll in weitere Anschaffungen fließen, sagen Strahonja und Langefeld zu.
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