Frankenthal
Finaler Beschluss zum BASF-Solarpark wird im Frühjahr 2026 erwartet
Die Meinungen in Mörsch sind geteilt, wenn es um die Pläne für den Solarpark der BASF geht, der nördlich der Kläranlage mit einer Fläche von 122 Hektar auf Frankenthaler Gemarkung entstehen soll. Der Produktion von grünem Strom sollen keine Steine in den Weg gelegt werden, doch besonders die Landwirte nehmen Anstoß am Verbrauch von Ackerland. Wie es mit dem Projekt weitergeht, in das der Chemiekonzern einen zweistelligen Millionenbetrag investiert, wollte Adolf-José König (SPD) in der Sitzung des Ortsbeirates wissen.
„Einen rechtskräftigen Bebauungsplan gibt es noch nicht“, zitierte Ortsvorsteher Simon Lutz (CDU) eine Stellungnahme der Verwaltung. Dieser befinde sich in der Aufstellung. Die BASF habe ein Büro aus Kaiserslautern beauftragt, das die Planungsleistungen erbringe. Das Unternehmen übernehme als Vorhabenträger die Kosten des Verfahrens – wie im städtebaulichen Vertrag vereinbart.
Aktuell werden letzte offene Punkte abgestimmt
Nötig ist außer dem Zielabweichungsverfahren, das erfolgreich abgeschlossen wurde, die Änderung des Flächennutzungsplanes, da das Areal noch überwiegend als landwirtschaftlich genutzte Fläche ausgewiesen ist und in ein Sondergebiet Photovoltaik-Freiflächenanlage umgewandelt werden soll. Laut Verwaltung werden aktuell die letzten offenen Punkte abgestimmt und die Planunterlagen vorbereitet. Mit einem finalen Beschluss wird im Frühjahr 2026 gerechnet. Der Solarpark, der Strom für 46.000 Haushalte liefern soll, wird in vier eingezäunte Felder unterteilt. Vorgesehen ist, auf dem Weg zum Rhein Infotafeln aufzustellen. In Erwägung gezogen wird eine Ladeinfrastruktur für E-Bikes und E-Scooter.
Mit Blick auf den Freizeitwert der „grünen Achse zum Rhein“, die bald wieder befahrbar sei, begrüßte Adolf-José König diese Pläne und fragte, wann das neue Brückenbauwerk über die B9 in Betrieb genommen werde. Dieses Projekt hänge nicht mit der Aufstellung des Bebauungsplanes Mörsch und dem Solarpark BASF-Nordfläche zusammen, ließ die Verwaltung wissen, machte aber zum Zeitplan keine Angaben. Die Ausführung komme erst, „wenn in diesem Rahmen die Planung entsprechend fortgeschritten ist“.