Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Für Kinderhospiz Sterntaler: Riding Santas sammeln Spenden auf Weihnachtsmarkt

Die Riding Santas sangen auf dem Frankenthaler Weihnachtsmarkt eine umgedichtete Version von „Jingle Bells“.
Die Riding Santas sangen auf dem Frankenthaler Weihnachtsmarkt eine umgedichtete Version von »Jingle Bells«.

Die Riding Santas haben am Sonntag den Frankenthaler Weihnachtsmarkt besucht. Bei ihrem Auftritt sammelten die Motorradfahrer Spenden für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen. Nicht nur ihre auffälligen Outfits sorgten für Aufsehen.

Es ist ein ungewöhnlicher Anblick auf dem festlich geschmückten Frankenthaler Weihnachtsmarkt: Zwischen Glühweinständen, Lebkuchenherzen und Lichterketten ertönt das laute Röhren der Motoren von Harley-Davidson-Motorrädern. Um kurz vor zwölf Uhr fahren sie auf den Rathausplatz: die Riding Santas. Mit den weihnachtlich geschmückten Motorrädern und eingehüllt in rote Mäntel zieht die Gruppe sofort alle Blicke auf sich.

Kinder stehen staunend hinter dem Absperrband, das die Besucher zurückhalten soll. Erwachsene zücken ihre Smartphones, um das Spektakel festzuhalten. Die Riding Santas, allesamt leidenschaftliche Harley-Fahrer, sind mit ihren 20 Motorrädern nicht nur auf den Weihnachtsmarkt gekommen, um das Fest zu bereichern. Vor allem möchten sie mit ihrem Auftritt Gutes tun. Die Gruppe tourt schon seit 2015 rund um den Nikolaustag durch die Pfalz um Spenden zu sammeln. Ebenfalls seit neun Jahren kommen diese dem Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen zugute.

FCK-Fußball versteigert

Auch der Frankenthaler Hans-Ulrich Laux, Betreiber eines Süßigkeitenstands auf dem Weihnachtsmarkt, ist begeistert von der Aktion. Er hat die Riding Santas dieses Jahr zum zweiten Mal nach Frankenthal gelotst. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ hebt er hervor, wie „bemerkenswert“ es sei, dass Frankenthal die „einzige Stadt in der Umgebung ist, die von den Santas besucht wird“. Ein möglichst attraktives Programm haben sich die Organisatoren ausgedacht, um eine hohe Spendensumme zu erzielen.

Die „beeindruckende Spendenbereitschaft in Frankenthal“ hebt Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG) bei seiner Begrüßung hervor. Im Namen der Stadt bedankt er sich für das Engagement der Harley-Davidson-Fahrer. Darauf folgt der Höhepunkt des Besuchs der Riding Santas: die Versteigerung eines FCK-Fußballs mit Originalunterschriften der Meistermannschaft von 1997. Für 70 Euro kommt der Ball unter den Hammer. Auch ein Trikot der aktuellen Saison mit allen Unterschriften versteigert Bürgermeister Bernd Knöppel (CDU). Es wird eifrig geboten, ehe sich die beiden bis zum Ende Mitbietenden einigen. Für 800 Euro erhält der wahlkreis-Kandidat der CDU für die Bundestagswahl 2025, Sertaç Bilgin, das Trikot. Diese Summe wird durch Constantin Nergiz auf 1000 Euro erhöht.

Patrick Kuntz, Gründer und Leiter der Aktion, von seinen Mitstreitern liebevoll „Obersanta“ genannt, erklärt, wie wichtig die Spendenaktion sei, da die Arbeit des Kinderhospiz „zu 90 Prozent spendenfinanziert“ sei. Besonders am Herzen liege ihm die Geschwisterunterstützung, da diese häufig unter der Situation litten und Aufmerksamkeit sowie Wertschätzung verdienten.

Während sich die Santas an den Ständen Bratwurst, Crêpes und Glühwein schmecken lassen und sich für die weiteren Stationen stärken, singt Elke Wunderle auf der kleinen Bühne neben der Dreifaltigkeitskirche einige Weihnachtslieder. Nach dem letzten Lied steht für die besonderen Gäste schon die Abfahrt an. Zum Abschied präsentieren die Santas eine umgedichtete Version des Weihnachtsklassikers „Jingle Bells“.

Spalier zum Abschied

Bevor sich diese mit lauten Motorengeräuschen verabschieden, wird auch den Kindern noch etwas Besonderes geboten: Die Santas lassen sie auf ihre großen Maschinen steigen und für ein Foto posieren.

Dann machen sich die Santas sich auf den Weg zur nächsten Station. Verabschiedet werden die Fahrer mit den roten Mützen mit einem Spalier und Applaus. Als die letzten Motorengeräusche verklungen sind, bleibt für die Besucher des Weihnachtsmarkts der positive Eindruck zurück: Weihnachten ist nicht nur das Fest der Freude, sondern auch das der Menschlichkeit.

x