Frankenthal Eine Ehefrau für den Chefbesuch
Mit einer turbulenten Verwechslungskomödie feiert der Theaterkreis Bobenheim-Roxheim am Samstag, 17. Februar, im Hoftheater Hasch-Masch die Premiere der Winterproduktion. Um seinem Chef eine Ehefrau zu präsentieren, gerät Börsenhändler Jim in „Kein Dinner für Sünder“ mächtig ins Schwitzen.
Viel Dynamik auf der Bühne und Witz verspricht das neue Stück des Theaterkreises. Dafür werden nicht nur die bunte Mischung des Ensembles aus Alt und Jung, Stammbesetzung und Nachwuchs aus der eigenen Jugendgruppe sorgen, sondern auch sehr spezielle Charaktere. „Eine Rolle ist sehr besonders. Sie bringt richtig Tempo ins Spiel“, schwärmt Andrea Kühn, die seit 2017 künstlerische Leiterin des Theaterkreises ist und auch selbst mitspielt. Gemeint ist Edna Chapman (Alexandra Colaric), eine derbe und etwas korpulente Haushaltshilfe, die dem aufstrebenden Banker Jim (Daniel Fuchs) das Leben schwer macht. Der steht vor einem großen Problem: Er braucht so schnell wie möglich eine Ehefrau. Denn er bekommt Besuch aus den USA von seinem erzkonservativen Chef Bill McGregor (Benno Schmidt) samt Ehefrau (Karolin Eberle/Andrea Kühn). Und nach dessen Weltbild gehört zu jedem anständigen Mitarbeiter auch eine Gattin mit hervorragenden Kochkenntnissen. Jim wendet sich verzweifelt an seine Freundin Helen (Tanja Fischer/Sabrina Korff), die ihn, empört von der Scheinheiligkeit und in Erwartung eines echten Heiratsantrags, verlässt. Auch Sekretärin Terri (Emilia Sobotzik) weigert sich, in die Bresche zu springen. Putzfrau Edna in geblümter Kittelschürze, Strickjacke und mit Wischmopp scheint die letzte Rettung zu sein. Sie erklärt sich bereit, Jim zu helfen – natürlich gegen entsprechende Gegenleistung. Als dann Jims Freundin am Abend doch auftaucht und Sekretärin Terri gleich hinterher, ist das Chaos perfekt. Bereits zum zweiten Mal führt Gonzaga Alvarez die Regie beim Theaterkreis. Die Herausforderung des Stücks sieht der Waldorfschullehrer in dem hohen Tempo, das auf der Bühne herrscht, in Kombination mit der Verwechslungsgeschichte. Jim muss zwischen seinen drei vermeintlichen Ehefrauen, dem Chef und dessen Ehefrau jonglieren und nebenbei noch Aktiengeschäfte tätigen. Als wesentliches Spannungselement sieht der Regisseur die vielen Türen, die in das Bühnenbild integriert sind: Man weiß nie, wer als nächstes aus einer Tür kommt, und mit jedem Öffnen wird es ein bisschen chaotischer. Das Stück funktioniere wie eine Spirale, die sich immer enger um die Hauptperson zusammenzieht. Ob Jim sich aus der Schlinge ziehen kann oder ob sein Kartenhaus am Ende doch zusammenbricht, kann man ab 17. Februar selbst sehen. Mit „Kein Dinner für Sünder“ knüpft der Theaterkreis an seine erfolgreiche und beliebte Tradition an, in der Wintersaison ein Boulevardstück zu inszenieren. Seit September probt das achtköpfige Ensemble mit Doppelbesetzungen wöchentlich. Vorverkauf — „Kein Dinner für Sünder“, Premiere am Samstag, 17. Februar, 20 Uhr, im Hoftheater Hasch-Masch in Bobenheim-Roxheim. Weitere Termine sind an den fünf kommenden Wochenenden, samstags jeweils um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr. — Karten gibt es unter www.theaterkreis1975.de und in Bobenheim-Roxheim bei Freer Elektronik, Danziger Straße 1.