Lambsheim RHEINPFALZ Plus Artikel Campen verboten: Lambsheim reagiert auf Missstände am Weiher

Am 1. Mai glich der Behelfsparkplatz am Lambsheimer Weiher einem Campingplatz.
Am 1. Mai glich der Behelfsparkplatz am Lambsheimer Weiher einem Campingplatz.

Nachdem am ersten Maiwochenende der Wiesenparkplatz am Lambsheimer Weiher als Campingplatz missbraucht wurde, greift die Gemeinde jetzt hart durch. Es drohen Bußgelder.

Schon im Vorbeifahren auf der Umgehungsstraße von Lambsheim konnte man sie sehen, die vielen Wohnmobile und Wohnwagen auf der Wiese, die an den Höhepunkten der Badesaison als Ausweichparkplatz dient. Weil der Feiertag 1. Mai so günstig auf einen Freitag fiel und das Wetter sommerlich war, ließen sich ungewöhnlich viele Menschen auf der Wiese häuslich nieder. Es wurden Markisen ausgefahren, Campingmöbel und Grills aufgestellt, ja sogar Zelte aufgebaut. Obwohl all das dort verboten ist. Schließlich gibt es ja nebenan in der Bollwerkstraße das Gelände der Camping- und Rallyfreunde Nachtweide.

Der Nachtweideweiher wird in Camping-Internetforen als Kurzurlaubsidyll oder gutes Ziel für den Zwischenstopp auf der Reise in den Süden angepriesen. Die Gemeinde erlaubt, dass dort gegen ein Entgelt von zehn Euro Wohnmobile über Nacht geparkt werden. Strom, Wasser und Sanitäranlagen gibt es auf der Wiese nicht. Das hat bislang alles in allem ganz gut funktioniert, meint die Gemeindeverwaltung, und die Verletzung der Regeln habe sich auch in Spitzenzeiten in Grenzen gehalten. „Aber der Besucherdruck ist groß geworden und steigt weiter“, stellt Klaus-Peter Spohn-Logé fest. Er gehört den Lambsheimer Grünen an und ist als Beigeordneter für das Naherholungsgebiet Nachtweide zuständig.

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Beigeordneter: Wir haben schnell gehandelt

Was sich Anfang Mai ungeordnet auf der Wiese abgespielt hat, halten Spohn-Logé und das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim für bislang einmalig. Sie rechnen damit, dass sich solche Situationen wiederholen und haben schnell gehandelt. „Das war ein Beispiel für gute Zusammenarbeit zwischen Orts- und Verbandsgemeinde“, sagte der Beigeordnete vergangene Woche im Gemeinderat.

Mit Einfahrtsbegrenzungen wird jetzt sichergestellt, dass Wohnmobile nur auf der rechten Seite der Wiese abgestellt werden könne
Mit Einfahrtsbegrenzungen wird jetzt sichergestellt, dass Wohnmobile nur auf der rechten Seite der Wiese abgestellt werden können.

Mit Schranken und Höhenbegrenzer ist jetzt dafür gesorgt, dass Wohnmobile nur auf den für sie vorgesehenen Teil des Wiesenparkplatzes gelangen. Ein Schild klärt auf, wie die Fahrzeuge geparkt werden müssen. Auf dem Hauptparkplatz des Weihers nahe der Beachbar dürfen keine Wohnmobile stehen.

Übernachten ja, campen nein

Offenes Feuer und Grillen sind verboten, ebenso das Ausfahren von Markisen und das Aufstellen von Stühlen und Tischen. Wohnwagen, Zelte und die Nutzung von Dachzelten auf Pkw sind tabu, Abfälle müssen privat entsorgt werden und selbstredend auch etwaige Fäkalien. Der kommunale Vollzugsdienst und Hilfspolizisten werden den Platz ab jetzt öfter kontrollieren und bei Regelverstößen nicht nur ermahnen, sondern auch Bußgelder verhängen. „Ab 100 Euro“, heißt es in einer Information an den Gemeinderat.

Spohn-Logé kündigt Beratungen an, in denen weitere Maßnahmen besprochen werden. „Wir stehen mit dem Sportangler-Verein und der Feuerwehr in Kontakt darüber, wie wir mit dem steigenden Besucherdruck umgehen.“

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