FRANKENTHAL RHEINPFALZ Plus Artikel Bei Baumpflanzungen soll Aldi nachbessern

So sieht die Aldi-Planung aus: Rechts sind Parkplätze vorgesehen, im Norden eine kleine Fahrradabstellanlage.
So sieht die Aldi-Planung aus: Rechts sind Parkplätze vorgesehen, im Norden eine kleine Fahrradabstellanlage.

Die Supermarktkette Aldi will ihren Markt in der Wormser Straße 99 in Frankenthal durch einen geräumigeren Neubau ersetzen. Der Planungs- und Umweltausschuss hat den damit verbundenen Bebauungsplan einstimmig gebilligt. Fraktionssprecher machten zu der Planung aber kritische Anmerkungen.

Der derzeitige Aldi-Markt hat nach den städtischen Planunterlagen eine Verkaufsfläche von 911 Quadratmetern. Wegen der hohen Nachfrage stoße er „schon seit geraumer Zeit an seine Leistungsgrenzen“, heißt es in den schriftlich vorgelegten Erläuterungen zu dem Projekt. Ursprünglich habe Aldi vorgehabt, „östlich des bestehenden Gebäudes“ einen Neubau zu errichten und anschließend den Altbau abzureißen.

Es habe sich dann aber gezeigt, dass das im Alltagsbetrieb zu größeren Schwierigkeiten etwa bei der Warenanlieferung führen könnte. Daher solle jetzt nach dem Abriss am selben Platz neu gebaut werden – dann mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern. Vorgesehen sei zudem die Schaffung von 138 Autostellplätzen im Osten und acht Fahrradstellplätzen im Norden des neuen Gebäudes.

Das Aldi-Konzept sehe Anpflanzungen von Bäumen auf zu kleinen Flächen vor, kritisierte die CDU-Fraktionsvorsitzende Gabriele Bindert. Es zeichne sich ab, dass diese dann nicht richtig gedeihen und nur „vor sich hin mickern“ könnten. Die Verwaltung solle bei den entsprechenden Auflagen nachbessern, forderte Bindert. Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) nahm diese Anmerkungen mit Verständnis auf: Er verstehe selbst nicht, weshalb Marktbetreiber „möglichst wenig Bäume“ wollten, sagte er dazu.

Fotovoltaikanlage auf Dach

„Wir hätten auch lieber mehr Bäume an der Stelle“, sagte Linken-Fraktionschef David Schwarzendahl – und ergänzte dann, sarkastisch die mutmaßliche Sicht des Bauherren einnehmend: „Aber die machen Arbeit und kosten Geld.“ Der Linke fragte zudem, weshalb auf der geplanten große Dachfläche neben einer Fotovoltaikanlage nicht noch andere Nutzungen geplant seien: „Das ist verschenkter Platz.“

Alis Hoppenrath (SPD) kritisierte, dass Fahrradstellplätze nicht in der Nähe des Markteingangs, sondern lediglich im Norden des Gebäudes vorgesehen seien. Dieser Platz sei „sehr unattraktiv“, sagte sie; „das könnte man noch mal besprechen“.

Auch Grünen-Fraktionssprecher Gerhard Bruder konnte „nicht nachvollziehen“, dass der Marktbetreiber bei Baumpflanzungen so sparsam plane. Binderts Kritik stimmte Bruder ausdrücklich zu: „Pseudo-Baumpflanzungen“ seien nicht akzeptabel. Die Verwaltung solle darauf bestehen, „dass das gut gemacht wird“, forderte der Grünen-Sprecher. Bei der Abstimmung gaben gleichwohl alle Ausschussmitglieder grünes Licht für das vorgelegte Konzept.

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