Frankenthal BASF-Kläranlage: Zusätzliche Messstationen

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Die BASF-Kläranlage soll in Zukunft besser vor der Einleitung schadstoffbelasteter Abwässer aus angeschlossenen Kommunen geschützt werden. Ein Sicherheitskonzept, das bis 2019 oder 2020 umgesetzt werden soll, sieht zusätzliche Messstationen vor, darunter auch eine in Frankenthal.

Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) sprach im Betriebsausschuss von einer „einmaligen Konstruktion“, da die Fälle, dass Kommunen ihr Abwasser in die Kläranlage eines Industrieunternehmens leiteten, selten seien. Anlass, die Sicherheitsstandards hochzufahren, seien zwei Schadensereignisse von 2013 gewesen – ausgelöst durch das unbefugte Öffnen eines Lkws auf einem Parkplatz in der Beindersheimer Straße und durch Sabotage im Ludwigshafener Gewerbegebiet Nachtweide, als Pflanzenschutzmittel in die Anlage gelangt sei. Abteilungsleiter Klaus Gerth, beim EWF für die Stadtentwässerung zuständig, machte den Ausschuss mit den verschiedenen Varianten des Konzepts vertraut. Die Problematik: Es gebe keine Online-Überwachung der kommunalen Abwässer und auch keinen Anschluss an das Speicherbecken, in dem belastete Abwässer aufgefangen werden könnten. Eine zentrale Lösung, bei der das gesamte Schmutzwasser über das „Analysehaus“ der BASF laufe, koste zwischen 5,7 und 7,8 Millionen Euro. Eine dezentrale Lösung mit Messstationen und abgespeckter Analytik bewege sich zwischen 0,5 und 3,9 Millionen Euro. Nachdem die Messstation in der Nachtweide ihren Eignungstest bestanden habe und im November 2016 scharfgeschaltet worden sei, werde derzeit eine dezentrale Variante mit Verteilerbauwerk und Anschluss an das Speicherbecken favorisiert, führte Gerth aus. Maßstab für die Verteilung der Kosten seien die in die Kläranlage eingeleiteten Wassermengen. Danach entfalle auf die Stadt Frankenthal ein Anteil von 24,7 Prozent. |eec

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