Interview RHEINPFALZ Plus Artikel Bürgermeister von Großkarlbach: Neues Baugebiet geplant

Fand sich durch Aussagen in einer Gemeinderatssitzung mitten in einer Debatte um seine Person wieder: Fritz Wichmann.
Fand sich durch Aussagen in einer Gemeinderatssitzung mitten in einer Debatte um seine Person wieder: Fritz Wichmann.

Fritz Wichmann (CDU), Großkarlbacher Ortsbürgermeister, verrät im Gespräch mit Stefan Heimerl, warum er über seinen Rücktritt nachdachte und warum es gute Nachrichten gibt.

Herr Wichmann, was war im vergangenen Jahr Ihre größte Herausforderung?
Die Berichterstattung über mich in der RHEINPFALZ über meine Aussagen in einer Ortsgemeinderatssitzung, bei der es um die Genehmigung des Gemeindehaushalts ging. Das hat mich fast an den Rand gebracht zu sagen, warum tue ich mir das als Ortsbürgermeister überhaupt an, trete doch einfach zurück. Aber das liegt alles hinter mir und ist geklärt.

Gibt es für Sie auch einen Grund, positiv auf das Jahr 2025 zu blicken – trotz all der schlechten Nachrichten und Ihrer persönlichen Erfahrung?
Bis September war das ein Jahr, das aufgrund der genannten persönlichen Herausforderungen und den Herausforderungen der Gemeinde schwierig gewesen ist. Die Haushaltssperre der Kommunalaufsicht war eine deutliche Belastung. Das war schon sportlich, ganz besonders unter dem Gesichtspunkt, dass wir eine 1250-Jahr-Feier auf dem Zettel stehen hatten. Das möchte ich nicht noch einmal erleben. Aber im letzten Viertel des Jahres haben wir ganz viele Sachen zum Guten wenden können. Darauf werde ich beim Neujahrsempfang eingehen. Nicht das vergangene Jahr war also gut, sondern die Vorbereitungen für das kommende. Wir können mit Zuversicht ins Jahr 2026 starten.

Nun ist im vergangenen Jahr auch noch ein Beigeordneter zurückgetreten. Steht fest, wer der Nachfolger von Daniel Dietrich (FWG) wird?
In unserer nächsten Gemeinderatssitzung Anfang Februar werden wir Daniel Dietrich offiziell aus seinem Amt entlassen. Dann soll sein Nachfolger gewählt werden: Tobias Lohrberg, Winzer im Weingut Knipser.

Was wartet im kommenden Jahr auf die Gemeinde?
Ich werde die Öffentlichkeit am Freitag beim Neujahrsempfang unter anderem offiziell darüber informieren, dass wir ein neues Baugebiet ausweisen können. Das ist für mich eine ganz tolle Entwicklung. Mehr dazu möchte ich vor dem Empfang aber noch nicht verraten. Uns freut das, denn wir mussten mehrere Anfragen nach Bauplätzen ablehnen. Ab sofort können wir in diesem Fall auf das neue Baugebiet hinweisen. Außerdem haben wir das Glück, dass wir im Februar dem Gemeinderat einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorlegen können.

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Bereitet Ihnen etwas mit Blick auf das neue Jahr Sorgen?
Um Großkarlbach mache ich mir keine Sorgen, denn im Gegensatz zum vergangenen Jahr haben wir unter den Mitarbeitern der Gemeinde eine Top-Mannschaft. Außerdem haben meine Ideen für eine intelligente Personalführung – Gemeindebedienstete können von anderen Gemeinden ausgeliehen werden – zum Erfolg geführt. Der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Leiningerland nimmt genau diese Ideen auf. Sein erstes Rundschreiben ging auf diese Pläne zurück, und bei mir haben sich danach andere Ortsbürgermeister gemeldet, die mitmachen wollen. Das freut mich sehr, dass wir unsere Personalprobleme hier vorbildlich gelöst haben.

Das mit den Personalproblemen bezieht sich worauf genau?
Das bezieht sich auf verschiedene Bereiche, etwa bei den Reinigungskräften oder für die Organisation von Veranstaltungen.

Welche Hoffnungen für Großkarlbach haben Sie für das neue Jahr?
Dass die Sachen, die wir angeschoben haben, auch in der Praxis laufen. Also dass sich tatsächlich Bauinteressenten melden und die Umsetzung des Personalprojekts funktioniert.

Warum sollte man Ihren Neujahrsempfang am 23. Januar auf keinen Fall verpassen?
Im Vergleich zum Neujahrsempfang im Vorjahr haben wir eine gute Nachricht nach der anderen zu verkünden. Deshalb sollte man das nicht verpassen.

Termin

Neujahrsempfang der Ortsgemeinde Großkarlbach am Freitag, 23. Januar, 19.30 Uhr, im Bürgerhaus Wiesengrund.

Die Feier zum 1250-jährigen Jubiläum konnte in Großkarlbach trotz einer Haushaltssperre durch die Kommunalaufsicht stattfinden.
Die Feier zum 1250-jährigen Jubiläum konnte in Großkarlbach trotz einer Haushaltssperre durch die Kommunalaufsicht stattfinden.
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