Mannheim / Ludwigshafen / Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Automaten gestohlen: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Diebesbande

Zigarettenautomaten sollen das Ziel einer Diebesbande gewesen sein, die im Großraum Mannheim aktiv war.
Zigarettenautomaten sollen das Ziel einer Diebesbande gewesen sein, die im Großraum Mannheim aktiv war.

Ein halbes Dutzend Männer aus der Region soll gemeinsam Zigarettenautomaten gestohlen haben. Der Fall hat einen Bezug zu einem aktuellen Gerichtsprozess in Frankenthal.

Als die Polizei im August des Vorjahres ein verpachtetes Gartengrundstück im Norden von Ludwigshafen durchsuchte, dürften die Ermittler nicht schlecht gestaunt haben. In Gartenhütten fanden die Beamten unter anderem acht mutmaßlich gestohlene, aufgebrochene Zigarettenautomaten – alle leergeräumt. Ans Licht der Öffentlichkeit ist dieser Fall gekommen, weil derzeit am Landgericht Frankenthal ein Verfahren gegen einen Mann aus Worms läuft, dem ein versuchtes Tötungsdelikt in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen wird. Er soll am 1. August 2025 einen anderen Mann mit einer Axt in den Arm geschlagen haben. Nach Stand der Ermittlungen war der Tatort des Axt-Angriffs jenes Gartengrundstück, auf dem die Zigarettenautomaten gefunden wurden.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat nun auf RHEINPFALZ-Anfrage bestätigt, dass dort ein entsprechendes Verfahren wegen des Verdachts des Diebstahls von Zigarettenautomaten anhängig ist. Gegenstand der Ermittlungen sind mehrere Diebstähle derartiger Automaten zwischen Januar und August 2025 „im Raum Mannheim und Umgebung“.

Überwachungskamera hält Diebstahl fest

Während des Verfahrens um den Axt-Angreifer kamen Stück für Stück auch Details zu den Diebstählen einer Gruppe von Männern ans Licht, zu denen der vor dem Landgericht Frankenthal Angeklagte eine Verbindung hat. Es wird vermutet, dass die Gruppe um die Automatendiebe in der Nacht des Angriffs ebenfalls auf dem Gartengrundstück war – im Kofferraum eines Autos soll sich ein frisch gestohlener Zigarettenautomat aus Oggersheim befunden haben. Zwei gestohlene Automaten fanden die Ermittler im Keller des Opfers.

Vor dem Landgericht Frankenthal wurden Beweise zu den Diebstählen vorgebracht, um die Tatnacht zu rekonstruieren, beispielsweise Aufnahmen einer Überwachungskamera, die Personen beim Abtransport eines solchen Automaten aus einem Kiosk im Mannheimer Jungbusch zeigen. „Das Ermittlungsverfahren richtet sich aktuell gegen sechs Tatverdächtige“, teilt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Mannheim mit.

Den Wert der entwendeten Automaten sowie des Inhalts in Form von Bargeld und Zigaretten bemisst die Staatsanwaltschaft auf 51.000 Euro. Noch laufen die Ermittlungen in diesem Verfahren, während das Urteil des Gerichtsverfahrens in Frankenthal voraussichtlich im März fallen wird.

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