Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Aldi Süd: Discounterkette wächst an zwei Standorten in der Stadt

1200 anstelle der bisher 800 Quadratmeter soll der neue Aldi-Markt im Süden Frankenthals groß sein. Die im selben Gebäude geplan
1200 anstelle der bisher 800 Quadratmeter soll der neue Aldi-Markt im Süden Frankenthals groß sein. Die im selben Gebäude geplante Kita soll über 95 Plätze verfügen.

Für zwei Vorhaben des Lebensmitteldiscounters Aldi Süd hat der Stadtrat die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Einem Neubau der Märkte in der Wormser Straße und in der Daniel-Bechtel-Straße, wo auch eine Kindertagesstätte angegliedert werden soll, steht nichts mehr im Wege.

Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) verspricht sich von beiden Projekten eine Aufwertung des Handelsstandortes Frankenthal. Sie stünden außerdem im Einklang mit dem Einzelhandelskonzept. Mit einer Verkaufsfläche von bisher 792 Quadratmetern stoße der Aldi-Markt in der Daniel-Bechtel-Straße an seine Grenze. Der Neubau im Süden der Stadt sehe 1200 Quadratmeter vor. Die im selben Gebäude geplante Kita werde über 95 Plätze verfügen.

Der Bebauungsplan „Sondergebiet Lebensmittelmarkt Wormser Straße“ musste in der Vergangenheit mehrfach geändert werden. Die ursprüngliche Planungsidee eines Neubaus auf dem Parkplatz, während der Betrieb im alten Markt weitergeht, ließ sich nicht realisieren. Auch musste im Durchführungsvertrag zwischen Stadt und Aldi Süd nachgebessert werden. Für die Pflanzbeete der Bäume auf dem Parkplatz wurde eine Mindestgröße von acht Quadratmetern festgeschrieben, für den „durchwurzelbaren Raum“ wurden Vorgaben gemacht.

„Vernünftige Bäume“

Keine Vorlage habe die Verwaltung mehr beschäftigt als das Aldi-Projekt in der Wormser Straße, stellte CDU-Fraktionschefin Gabriele Bindert fest. Wichtig sei, dass die Baumstandorte nunmehr nachhaltig gesichert worden seien. Am Vorhaben im Frankenthaler Süden habe sie nichts auszusetzen. „Schauen wir, wie wir zu Potte kommen“, sagte sie. Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste) bedauerte, dass auf dem Markt in der Wormser Straße keine Wohnbebauung vorgesehen sei. Sein Wunsch: Es sollten „vernünftige Bäume“ auf dem Parkplatz gepflanzt werden. Das Projekt in der Daniel-Bechtel-Straße nannte Bruder eine „gute Symbiose“ – mit der neuen Situation, dass ein Privatunternehmen eine Kindertagesstätte baue.

Der Aldi-Markt im Süden der Stadt werde gut frequentiert, führte David Schwarzendahl (Linke) aus. Auch mit Blick auf das Entwicklungsgebiet „Am Speyerbach“ südlich der Schraderstraße und die dort geplante Wohnbebauung sei eine Erweiterung logisch. Seine Fraktion warte mit Interesse, wie sich das Vorhaben entwickle, merkte Gunther Koch (SPD) an. Hartmut Trapp (AfD) erachtete es als notwendig, dass am Standort des Markts etwas passiere.

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