Frankenthal Aldi möchte in Wormser Straße wachsen

Soll einem Flachdachbau an der Straße weichen: die bisherige Aldi-Filiale in der Wormser Straße.
Soll einem Flachdachbau an der Straße weichen: die bisherige Aldi-Filiale in der Wormser Straße.

Der Lebensmitteldiscounter Aldi Süd will seine Filiale in der Wormser Straße abreißen und mit einem größeren Neubau auf dem Grundstück weiter nach Osten rücken. Der für das Vorhaben erforderlichen Aufstellung eines Bebauungsplans stimmte der Planungs- und Umweltausschuss am Dienstagabend einstimmig zu.

Das Unternehmen begründet die Notwendigkeit einer baulichen Erweiterung damit, dass der Einkaufsmarkt stark frequentiert sei und schon seit geraumer Zeit an seine Leistungsgrenzen stoße. Die räumliche Enge wirkt sich aus Aldi-Sicht nachteilig auf die Kundenfreundlichkeit aus. Auch sei ein erhöhter innerbetrieblicher Aufwand bei der Auffüllung der Warenbestände festzustellen. Die Verkaufsfläche soll von derzeit 911 auf 1210 Quadratmeter erweitert werden. Dadurch werden 16 der gegenwärtig 117 Stellplätze wegfallen. Geplant ist laut Aldi „ein moderner Flachdachbau in zeitgemäßer Architektur mit hohem Glasanteil“. Mit Blick auf mögliche Auswirkungen auf den Einzelhandel im Umfeld stellt der Discounter klar, dass weder das Sortiment erweitert noch mehr Kassen als bisher installiert werden sollen. Die Nutzung des Markts basiere auf einem Konzept von vor 25 Jahren, sagte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU). „Aldi verkauft heute anders.“ Das Einzelhandelskonzept müsse in die Überlegungen einbezogen werden. Die größere Verkaufsfläche am Standort Wormser Straße dürfe nicht zum Ausbluten der Innenstadt führen. Gabriele Bindert (CDU) begrüßte, dass das neue Gebäude an die Straße gestellt und damit die vorhandene Bebauung fortgeführt werde. Wichtig sei, dass dem Einzelhandelskonzept Rechnung getragen werde. Bezüglich der Verkehrsanbindung merkte sie an, dass ein Rechtsabbiegen in die Wormser Straße gefahrlos möglich sei, das Linksabbiegen sollte durch bauliche Veränderungen unterbunden werden. Auf die Innenstadtverträglichkeit des Aldi-Projekts hob Rainer Schulze (Grüne/Offene Liste) ab und regte an, die Bäume auf dem Parkplatz künftig besser zu pflegen als bisher. Carl Hezel (FWG) gab zu bedenken, dass über die Vergrößerung der Einzelhandelsfläche letztlich die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt zu befinden habe. Alis Hoppenrath (SPD) unterstrich, dass für sie die Bäume auf dem Grundstück wertvoll seien, auch wenn sie nicht unter die Baumschutzverordnung fielen. Die „Expansionsgelüste“ der Märkte sollten in Grenzen gehalten werden. Dazu merkte Hebich an, dass Aldi die Verkaufsfläche gegenüber dem ursprünglichen Antrag schon um 155 Quadratmeter reduziert habe.

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