Frankenthal ADAC stellt neue Reparatursäule für Radler vor

Straßenwachtfahrer Kevin Mayer gibt Anschauungsunterricht.
Straßenwachtfahrer Kevin Mayer gibt Anschauungsunterricht.

Eine neue gelbe Reparatursäule des ADAC unterstützt Radfahrer in Frankenthal. Ein wichtiges Werkzeug musste an der Station allerdings bereits ersetzt werden.

Wenn Pedalritter unterwegs eine Panne haben, können sie neuerdings auf Frankenthaler Gemarkung an einer Radservice-Station des ADAC zur Selbsthilfe schreiten. Eine eineinhalb Meter hohe Reparatursäule in leuchtendem Gelb wurde am Feldrand östlich des Starenweges unweit der ehemaligen Kläranlage installiert.

Dass dieser Standort trotz seiner dezentralen Lage glücklich gewählt wurde, zeigte sich bereits bei der offiziellen Einweihung der Servicestation. Der Wirtschaftsweg zwischen der Straße Am Kanal und dem Vorort Mörsch war nicht nur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen, sondern auch von Freizeit- und Schönwetterradlern stark frequentiert.

Der Automobilclub hat auch ein Herz für Radfahrer und seit 2024 in der Pfalz bereits 17 solcher Stationen in Betrieb genommen. Sie können laut ADAC-Vorstandsmitglied Volker Kettenring rund um die Uhr und unabhängig von einer Mitgliedschaft genutzt werden. Ausgestattet ist die Reparatursäule mit hochwertigem Werkzeug, einem Reifenheber und einer Fußluftpumpe mit Manometer. Auch ein Flaschenöffner gehört zum Standard. Obwohl mit einem Drahtseil gesichert, hatte er bereits einen Abnehmer gefunden.

Der ADAC wolle die Menschen in ihrer Mobilität unterstützen und sehe in den Stationen eine Ergänzung zur Fahrradpannenhilfe, führte Kettenring aus. Sie sei 2022 erfolgreich als zusätzliche Leistung in die Club-Mitgliedschaft integriert und seither in fast 40.000 Fällen genutzt worden. Er freue sich, dass sich Evelyne und Margitta Fingerle vom Motorsport-Club Frankenthal bereiterklärt hätten, sich um die Station zu kümmern. „Wir wollen ja keine Negativwerbung“, unterstrich der ADAC-Sprecher.

Von einer tollen Stärkung des Fahrradverkehrs als einem zentralen Bestandteil nachhaltiger Mobilität sprach Oberbürgermeister Nicolas Meyer (FWG). Um Frankenthal als fahrradfreundliche Stadt ins rechte Licht zu rücken, nannte der OB exemplarisch den derzeit am Hauptbahnhof entstehenden vollautomatisierten Parkturm mit 96 sicheren und witterungsgeschützten Boxen sowie weitere 107 frei zugängliche Stellplätze.

Praktischen Anschauungsunterricht an der Station erteilte ADAC-Straßenwachtfahrer Kevin Mayer. Hierfür musste der OB Meyers Drahtesel herhalten. Wie problemlos sich ohne lästigen Ausbau des Rades ein Plattfuß beheben lässt, demonstrierte der „gelbe Engel“ mit einem Zwei-Enden-Schlauch, der einfach in den Mantel eingelegt und dann aufgepumpt wird.

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