Frankenthal Ölsperren auf Isenach wieder abgebaut
Die Stadtverwaltung als Untere Wasserschutzbehörde sieht zwei Tage nachdem ein Gemisch aus Diesel und Wasser vom Gelände einer Spedition in der Mahlastraße über einen Schacht in die Isenach gelangt ist, keine „nachhaltige Umweltschädigung“. Das hat Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) gestern auf Anfrage mitgeteilt.
Nach Angaben des Ordnungs- und Umweltdezernenten hat die Frankenthaler Feuerwehr deshalb auch die restlichen zwei von ursprünglich drei Ölsperren abgebaut. „Es ist dort kein Diesel mehr angeschwemmt worden“, sagte Knöppel. Die in Bobenheim-Roxheim in den Wasserlauf gelegte Barriere sei noch an Ort und Stelle, weil der Bauhof der Nachbargemeinde noch keine Zeit zum Abbauen gefunden habe, sagte Knöppel. Nach den derzeitigen Informationen gehe er davon aus, dass der Zwischenfall am Montagvormittag für Tiere und Pflanzen in und an der Isenach keine Gefahr dargestellt habe und es insofern zu keiner „nachhaltigen Umweltschädigung“ gekommen sei, sagte der Beigeordnete. Zur Überprüfung würden aber wohl Proben gezogen. Wie berichtet, hatte eine Joggerin am Montagvormittag an der Straße Am Kanal Ölschlieren auf dem Gewässer bemerkt und die Stadt informiert. Daraufhin waren Feuerwehr und Polizei zum Teil mit Unterstützung eines Hubschraubers auf die Suche nach der Ursache gegangen – zunächst vergeblich. Am Nachmittag meldete sich dann das Unternehmen mit Sitz an der Mahlastraße und berichtete von dem Zwischenfall. Zwei 31 und 21 Jahre alte Mitarbeiter hatten demzufolge alte Containertanks ausgeleert. Sie waren, so die Darstellung des Polizeipräsidiums Rheinpfalz, davon ausgegangen, dass die Behälter nur Wasser und keine Fremdstoffe enthielten – ein folgenreicher Irrtum.