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Donnerstag, 07. Juni 2018 Drucken

Frankenthal

LED-Technik sehr zuverlässig

Stadtwerke favorisieren bei Umstellung der Straßenbeleuchtung zwei Baumuster – Ausschuss stimmt zu

Von Stephan Pieroth

Diese Muster für LED-Lampentypen präsentierten die Stadtwerke im Ausschuss.

Diese Muster für LED-Lampentypen präsentierten die Stadtwerke im Ausschuss. ( Foto: BOLTE)

Die Stadt Frankenthal wird bei der weiteren Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik vorwiegend zwei Modelle einsetzen: eine technische Leuchte, die an Masten hängend das Licht aus der Waagrechten nach unten abstrahlt, und eine sogenannte Pilzleuchte. Der Planungs- und Umweltausschuss zeigte sich mit diesem Vorschlag von Stadt und Stadtwerken einverstanden.

Den Hintergrund erläutert die Verwaltung in ihrer Sitzungsvorlage. Haushaltsmittel von einer Million Euro stünden für den Wechsel zu LED-Technik zur Verfügung. Dabei wolle die Stadt auch Gelder aus einem Zuschussprogramm des Bundesumweltministeriums nutzen: Über dieses Programm würden „20 Prozent der Brutto-Projektsumme bei Austausch von herkömmlichen Quecksilber- oder bestimmter Natriumlampen erstattet“.

Klaus Schmidt, bei den Stadtwerken für die Planung der Straßenbeleuchtung zuständig, zeigte den Ausschussmitgliedern Modelle der beiden favorisierten Beleuchtungskörper. Beide Grundtypen hätten sich schon bewährt, hielt die Verwaltung dazu in der Beschlussvorlage fest: Ein nahezu baugleiches Vorgängermodell der technischen Leuchte Siteco SL 11 werde bereits rund 200-mal genutzt; die Pilzleuchte Siteco Modul 540 sei bereits in rund 300 Exemplaren im Stadtgebiet zu sehen. Um ein „harmonisches Gesamtbild“ zu erzielen, favorisiere man daher den weiteren Ausbau mit diesen Modellen.

„Deutlich längere Haltbarkeit und Energieeinsparung“ sowie das „sehr gute und gleichmäßige Licht“ nannte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) als Vorteile der neuen Technik. Aus Bereichen, wo man bereits umgerüstet habe, kämen überwiegend positive Rückmeldungen.

Gabriele Bindert (CDU) wertete es als „positiv, dass wir eingebunden werden“. Ihr persönlich erscheine die Pilzleuchte „furchtbar hässlich“, merkte sie an; die technische Leuchte erscheine dagegen akzeptabel. Gerade mit Blick auf die Innenstadt bat die CDU-Sprecherin, Besonderheiten zu beachten: Leuchten müssten zum jeweiligen Standort passen.

Es sei „völlig klar“, dass man für die Innenstadt ein eigenes Konzept brauche, versicherte OB Hebich; dort passten die beiden vorgestellten Leuchten nicht hin. In der Vogelsiedlung seien die von Bindert kritisierten Leuchten gut angekommen, hielt Klaus Schmidt von den Stadtwerken fest. Alis Hoppenraths (SPD) ästhetischer Eindruck widersprach dem ihrer CDU-Vorrednerin: Die Pilzleuchte erscheine ihr „ganz o.k., sehr romantisch“, meinte die Sozialdemokratin. Mit dem Erscheinungsbild des anderen Typs könne sie dagegen „wenig anfangen“.

An die Initiative seiner Fraktion, Leuchten auszutauschen, erinnerte Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste). Mit rund zehn Jahren Laufzeit und 70 Prozent Energieersparnis rechnete sich die LED-Technik ökonomisch und ökologisch. Da das LED-Licht weniger Blautöne enthalte, würden durch die neuen Lampen auch weniger Nachtfalter angezogen, antwortete Klaus Schmidt auf eine Frage des Grünen-Sprechers.

David Schwarzendahl (Linke) begrüßte die städtische Initiative und zeigte sich mit dem Lampen-Design einverstanden. Auf seine Frage nach der Zuverlässigkeit der Technik antwortete Stadtwerkesprecher Schmidt: „Wir haben Ausfallraten von vielleicht zwei bis drei Prozent in den ersten Monaten. Wenn das vorkommt, tauschen die Hersteller die Lampen aus.“ Es gebe also bisher so gut wie keine Probleme.

Birgit Best (FWG) wollte sichergehen, dass die – auch dank des Einsatzes einer Bürgerinitiative erhaltene - traditionelle Beleuchtung auf dem Rathausplatz nicht angetastet wird. Dort könne man keine LED-Lampen einsetzen, versicherte OB Hebich und fügte hinzu: „Ein gewisses politisches Gespür sollte man der Verwaltung zutrauen.“ In Unterführungen werde man voraussichtlich weiter „Lichtbänder“ und keine LED-Leuchten einsetzen, sagte Hebich zu einer weiteren Frage David Schwarzendahls. Letztlich zeigte sich der Ausschuss einstimmig mit dem Konzept der Verwaltung einverstanden.

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