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Freitag, 24. November 2017 Drucken

Frankenthal

KG-Sporthalle wird neu gebaut

Planungsausschuss billigt Konzept der Verwaltung – Kritik an Spardruck der Kommunalaufsicht

Von Stephan Pieroth

Für die Anforderungen des heutigen Sportunterrichts zu klein: Blick in die 1955 erbaute Halle des Karolinen-Gymnasiums.

Für die Anforderungen des heutigen Sportunterrichts zu klein: Blick in die 1955 erbaute Halle des Karolinen-Gymnasiums. ( Archivfoto: BOLTE)

Die sanierungsbedürftige Sporthalle des Karolinen-Gymnasiums (KG) soll bis zum Sommer 2019 durch einen Neubau ersetzt werden. Der Planungs- und Umweltausschuss hat am Dienstag das dafür vorgelegte Konzept einstimmig gebilligt; die abschließende Entscheidung trifft der Stadtrat.

Eine Modernisierung der vorhandenen Sporthalle aus dem Jahr 1955 wäre nicht sinnvoll, sagte Matthias Schulz, Abteilungsleiter für Technisches Gebäudemanagement bei der Stadtverwaltung, vor dem Ausschuss. Es gebe Mängel am Dach und an den sanitären Einrichtungen, zudem habe man mit Schäden durch Feuchtigkeit zu kämpfen. Im Übrigen sei die Halle „schlicht zu klein“, um darin alle gängigen Sportarten betreiben zu können. Vor allem fehlten Auslauf- und Sicherheitszonen an den Seiten.

Daher soll der Altbau nun abgerissen werden. „Nach derzeitiger Planung ist dies ab März 2018 vorgesehen“, hält die Verwaltung in ihrem Beschlusspapier fest. Danach soll auf demselben Areal neu gebaut werden. Vor allem Richtung Osten plane man mit einem gegenüber dem Bestand etwas erweiterten Baukörper, erklärte Matthias Schulz. Kern des Ganzen ist dann eine 15 mal 27 Meter große Sporthalle; dazu kommen ein Geräte-, ein Technikraum, Umkleiden und Sanitärbereiche.

Die Gesamtkosten sind derzeit mit 2,55 Millionen Euro veranschlagt. „Förderfähig“ ist davon nach Angaben der Stadtverwaltung nur ein Teilbetrag von 819.000 Euro. Die maximale Fördersumme belaufe sich voraussichtlich auf 737.100 Euro, heißt es in einer schriftlich vorgelegten Übersicht.

Die betont „puristisch gehaltene“ Planung für den nüchternen Betonbau mit an den Wänden oben umlaufendem schmalem Lichtband orientiere sich an Vorgaben der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), möglichst kostensparend zu arbeiten, sagte Schulz.

„Hintergrund ist, dass sonst gar kein Zuschuss bewilligt wird“, ergänzte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU). Der Verwaltungschef ließ durchblicken, dass er die architektonischen Folgen des rigorosen Spardrucks kritisch sieht: „Baukultur ist das nicht ...“

Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste) riet dazu, das Projekt nicht ganz so skeptisch zu sehen: Mit Farben lasse sich „viel machen“, und man könne draußen „auch ein bisschen Efeu pflanzen“. Bernd Leidig (SPD) zitierte sarkastisch einen Ratschlag, den er bei seiner eigenen Planer-Ausbildung gehört habe: „Wenn die Fassade nichts taugt, mal einen Busch davor.“ David Schwarzendahl (Linke) lenkte den Blick auf die künftigen Nutzer: Für die Schüler sei das Projekt grundsätzlich erfreulich, und ein Neubau sei besser als das bestehende Gebäude. „Die Halle ist notwendig“, stellte Gabriele Bindert fest. Die CDU-Sprecherin regte aber an, über eine Standortverlagerung Richtung Röntgenplatz nachzudenken. Das halte er „nicht für angezeigt“, widersprach OB Hebich. Denn dort wären die Baukosten aufgrund der anderen Geländestruktur deutlich höher.

Auf die Gefahr einer gewissen zeitlichen Verzögerung beim Hallenbau machte Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) im Ausschuss aufmerksam: Der bisher mit der Planung beauftragte Architekt sehe sich wegen personeller Probleme außerstande, sich weiter um das Vorhaben zu kümmern. Daher müsse jetzt kurzfristig ein Nachfolger gefunden werden.

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