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Montag, 02. Juli 2018 Drucken

Frankenthal

Hundekot in Frankenthal: Höhere Strafe fürs Liegenlassen

Stadt will Gefahrenabwehrverordnung verschärfen – 755 Kontrollen im vergangenen Jahr

Ein beherzter Griff mit der Tüte, und der Haufen ist weg. Einige Hundehalter ignorieren die Pflicht, Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners zu beseitigen. In Frankenthal kostet das derzeit 50 Euro Strafe.

Ein beherzter Griff mit der Tüte, und der Haufen ist weg. Einige Hundehalter ignorieren die Pflicht, Hinterlassenschaften ihres Vierbeiners zu beseitigen. In Frankenthal kostet das derzeit 50 Euro Strafe. ( Foto: dpa)

Hundehalter, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner nicht wie vorgeschrieben beseitigen, sollen dafür in Frankenthal künftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) hat vor dem Stadtrat angekündigt, die Gefahrenabwehrverordnung in diesem Punkt verschärfen zu wollen.

Anlass war ein Antrag der Grünen, die darin eine drastische Erhöhung der Bußgelder gefordert hatten, ohne allerdings eine konkrete Zahl zu nennen. Wer vom kommunalen Vollzugsdienst dabei erwischt wird, dass er einen Hundehaufen auf Wegen oder in öffentlichen Grünanlagen liegenlässt, muss nach Knöppels Auskunft 50 Euro bezahlen.

 

Begründet hatten die Grünen ihre Initiative mit Hinweisen aus der Bevölkerung. Als besonders problematisch seien die Wiesen rund um die Integrierte Gesamtschule genannt worden. Dort würden auch viele Hundehalter beobachtet, die mit Ludwigshafener Kennzeichen vorführen und ihre Tiere dann laufenließen. Rainer Schulze (Grüne/Offene Liste) schlug deshalb vor, die einschlägig bekannten Örtlichkeiten intensiver zu kontrollieren.

Im Fokus: Leine und Kot

 

Nach Darstellung von Ordnungsdezernent Knöppel haben Vollzugsbeamte der Stadt im vergangenen Jahr 755-mal Hundehalter überprüft. Im Fokus dabei: die Anleinpflicht und Kotverschmutzungen. Die Kontrollen hätten zu unterschiedlichen Tageszeiten stattgefunden – mit überschaubarem Erfolg. „Die Schwierigkeit ist, dass Sie jemanden auf frischer Tat erwischen müssen, um ein Bußgeld zu verhängen“, sagte Knöppel. Er will dem Rat jetzt konkrete Vorschläge zur Überarbeitung der Gefahrenabwehrverordnung machen.

 

Stadtratsmitglied David Schwarzendahl (Linke) – selbst Hundehalter – unterstützte die Initiative. Er müsse sich „fremdschämen“ für andere Halter. Er sprach von einem Problem in der ganzen Stadt. Schwarzendahl: „Es ist einfach eine Sauerei.“ |örg

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