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Frankenthal: Kultur Regional

Groovige Premiere unter freiem Himmel

Blasorchester des Gesang- und Musikvereins Lambsheim gestaltet Seekonzert zum Dorfjubiläum – 1500 Zuhörer genießen besondere Atmosphäre

Von Birgit Karg

Dirigent Alexander Petry und sein Ensemble boten Ohrwürmer von Edward Elgar bis zur Filmmusik aus der Reihe „Fluch der Karibik“.

Dirigent Alexander Petry und sein Ensemble boten Ohrwürmer von Edward Elgar bis zur Filmmusik aus der Reihe „Fluch der Karibik“. ( Foto: BOLTE)

Premiere zum Ortsjubiläum: Mit einem Freiluftkonzert am Nachtweideweiher hat sich das Blasorchester des Gesang- und Musikvereins (GMV) 1846 Lambsheim am Samstagabend einen 15 Jahre lang gehegten Traum erfüllt. Zum Auftakt des dreitägigen Bürgerfestes an Pfingsten machten Dirigent Alexander Petry und seine rund 40 Musiker die Wiese am See zur Konzertarena.

Wo sonst beim Fischerfest das große Zelt steht, genossen am Samstag die rund 1500 Besucher den Panoramablick auf den abendlichen Weiher und die untergehende Sonne. Bei der Auswahl der Stücke bewies das GMV-Blasorchester ein glückliches Händchen. Mit einer Auswahl an Musical- und Filmmelodien lieferte es das passende Programm für Zuhörer jeden Alters. Im Mittelpunkt des zwölfteiligen Programms standen Ohrwürmer und Populäres.

Los ging es mit der Olympischen Fanfare von Atlanta (John Williams) und danach geradewegs in die Prärie zu den „Glorreichen Sieben“, der pointiert gespielten Filmmusik des berühmten gleichnamigen Westerns. „Ross Roy“, eine 1997 entstandene Auftragskomposition des Niederländers Jacob de Haan für das Schulorchester eines lutheranischen College im australischen Brisbane, setzte das Schulleben akustisch wirkungsvoll in Szene. Subtile Spannung vermittelte die Musik zur Fernsehfantasyserie „Game Of Thrones“. Nicht minder bilderreich und fantasieanregend geriet ein Medley der Musik zum Hollywood-Mehrteiler „Fluch der Karibik“ vom deutschen Filmkomponisten Hans Zimmer.

In der Spielpause genossen die Besucher die entspannte Festivalatmosphäre und nutzten die Gelegenheit zum Erwerb der Festschrift zum 1250-jährigen Bestehen Lambsheims. Bei einer ersten Spontanumfrage unter den Zuhörern waren nur positive Stimmen zu vernehmen. Gelobt wurden die Bühne am See, der Aufbau des Besucherbereichs mit zwei Zonen für die Bestuhlung und am Rand aufgereihten Cateringständen sowie die gute Akustik.

Im zweiten Konzertteil wurde es mit der „Samba Congolera“ exotisch. Hier bewies das Laienorchester seine rhythmischen Qualitäten und Groovetauglichkeit. „Gonna Fly Now“, „Fight From The Heart“ und „Eye Of The Tiger“ waren die Zutaten für ein dreiteiliges Medley zur Musik des Musicals „Rocky“. „Hard To Say I’m Sorry“, eine Rockballade mit Jazzelementen der Band Chicago aus den frühen 80er-Jahren, schuf die Überleitung zur Filmmusik des 3-D-Pionierstreifens „Avatar“ von James Cameron. Mit der heimlichen Nationalhymne Englands, Edward Elgars Marsch „Pomp And Circumstance (Land of Hope and Glory)“ schickte das Lambsheimer Ensemble einen musikalischen Gruß über den Ärmelkanal zur royalen Hochzeit von Prinz Harry und Meghan Markle.

Trotz einiger Tücken in den Übergängen – manche Stellen hätte man sich knackiger gewünscht – lieferten die Musiker am ungewohnten Spielort eine passable Ensembleleistung. Der Gesang- und Musikverein sorgte für einen gelungenen musikalischen Auftakt des Jubiläumsfests am See. Zum Schluss seiner Open-Air-Premiere gab das Blasorchester unter anderem noch die in rasantem Tempo gespielte Titelmusik zur Krimiserie „Hawaii Five-O“ zum Besten.

Trotz frischer Abendtemperaturen blieben die meisten Besucher noch zum Feuerwerk. Und die Pyrotechniker kleckerten nicht. Sie setzten das Ostufer des Lambsheimer Weihers mit Stroboskoplicht und bengalischem Feuer zu sanften Klavierklängen aus der Konserve in Szene. Über der Wasseroberfläche war die funkensprühende Jubiläumszahl „1250“ zu sehen. Die Leuchtfunkenkaskaden schraubten sich bis zu 100 Meter in die Höhe. Land

 

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