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Dienstag, 12. Dezember 2017 Drucken

Frankenthal

Frankenthaler Kitas: Wartelisten werden länger

Von Stephan Pieroth

Wartelisten für alle Altersgruppen: In Frankenthal fehlen Betreuungsplätze.

Wartelisten für alle Altersgruppen: In Frankenthal fehlen Betreuungsplätze. ( Foto: BOLTE)

Mit den zurzeit vorhandenen Plätzen kann der gewachsene Bedarf nach Einschätzung der Stadtverwaltung nicht mehr gedeckt werden.

So gibt es nach einer schriftlich vorgelegten Statistik derzeit 80 Kita-Plätze für Einjährige in der Stadt. Ende Oktober lebten 546 Kinder dieser Altersgruppe mit grundsätzlichem Rechtsanspruch auf Betreuung in Frankenthal. Geht man nach den beim sogenannten Krippengipfel angestellten Prognosen davon aus, dass davon 35 Prozent tatsächlich Betreuung brauchen, kommt man auf 191 Kinder. Die Verwaltung schlüsselt diese letzte Zahl noch einmal auf: Unterstellt, für 30 Prozent (das sind 58 Kinder) werde Tagespflege gewünscht, müssten 70 Prozent (133 Kinder) in einer Kita untergebracht werden.

Ähnlich sehen die Zahlenverhältnisse bei den Zweijährigen aus: 479 Kinder mit Rechtsanspruch erfasste die Verwaltungsstatistik bis Ende Oktober; 280 Kita-Plätze gibt es für diese Altersgruppe derzeit. Besser sieht es zumindest auf dem Papier bei der Gruppe über drei Jahren (Ü 3) aus: 1472 Kinder bis zum schulpflichtigen Alter erfasst die Statistik; ihnen stehen 1551 Kita-Plätze gegenüber. Tatsächlich, so Schwarz, würden bei der Verwaltung aber Wartelisten für alle Altersgruppen geführt – für die unter drei (U 3) und die über drei Jahren.

Weiterer Ausbau sei daher notwendig. Der Bürgermeister nannte hier die Erweiterungsvorhaben des Waldorfschulvereins und der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Mörsch sowie das städtische Projekt in Eppstein in der Weidstraße. Zusammengenommen kämen damit wohl neue 66 Plätze „U 3“ und etwa 100 „Ü 3“ dazu.

„In der Diskussion“ sind laut Verwaltungsübersicht zudem eine KSB-Kita mit Belegplätzen für die Stadt Frankenthal, eine Einrichtung auf dem bisherigen KBA-Parkplatz und eine neue städtische Kita am Ostparkstadion. Dazu Schwarz: „Wir hoffen, Zug um Zug die Lücken schließen zu können.“

Man befinde sich „in einer Art Notsituation“, stellte Rainer Schulze (Grüne/Offene Liste) fest. Dass bei den Einjährigen angenommen werde, dass nur 35 Prozent Betreuung brauchten, sei „zu niedrig gegriffen“. Ähnlich sehe es bei den Zweijährigen aus. Schulze forderte, Projekte, für die es bereits Baurecht gebe, „so schnell wie möglich umzusetzen“. Auch Gisela Werle-Schneider (SPD) plädierte für verstärkte Anstrengungen, um den stark wachsenden Bedarf zu decken. Kindertagesstätten sollten allerdings so geplant werden, dass „bei abnehmender Kinderzahl auch eine andere Nutzung möglich ist“, verlangte sie.

„Wir müssen uns weiter anstrengen“, stellte Ulrich Pender (Linke) fest. Das gelte auch für die Suche nach Personal. Jürgen Jerger (CDU) fasste sich mit Blick auf die vorgerückte Stunde betont kurz: „Die Verwaltung wird ihr Bestmögliches tun. Vielen Dank!“

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