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Freitag, 10. November 2017 Drucken

Frankenthal

Fraktionen loben Pläne für den Süden

Stadtrat begrüßt Projekt „Am Speyerbach“ – Mehr als die Hälfte der Fläche in kommunaler Hand

Von Alois Ecker

Den Bebauungsplan „Am Speyerbach“, mit dem südlich der Schraderstraße Voraussetzungen für ein neues Wohn- und Mischgebiet geschaffen werden, haben alle Fraktionen im Stadtrat am Mittwoch begrüßt. „Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum“, betonte Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU).

Die Pläne dazu sind nicht neu. Bereits 1992 waren die Weichen für eine Bebauung des etwa neun Hektar großen Gebietes, das sich zwischen Mahlastraße und Bahnlinie bis zur Tennisanlage Barth erstreckt, gestellt worden – wenn auch unter anderen Vorzeichen. Von der damaligen Idee einer durchgängigen vier- bis fünfgeschossigen Blockbebauung ist man inzwischen abgerückt. Auch wurde die Fläche im Süden reduziert. Derzeit wird das Areal landwirtschaftlich genutzt.

Als Vorteil des geplanten Wohngebiets stellte OB Hebich heraus, dass die Stadt Einfluss auf die Gestaltung nehmen könne, da ihr 55 Prozent der Grundstücke gehörten. Allerdings gebe es mit Blick auf den Bahnlärm auch Nutzungskonflikte. Es biete sich daher an, entlang der Gleise zur Schallabschirmung ein Mischgebiet auszuweisen.

Doris Schwarz (CDU) bezeichnete den neu gefassten Aufstellungsbeschluss als einen Baustein zur weiteren Stadtentwicklung. Mit steigenden Einwohnerzahlen sei in Frankenthal zu rechnen, sodass Wohnraum gesucht werde. Im weiteren Verfahren sollten auch Bürger ihre Meinung einbringen, regte sie an. Für bezahlbare Wohnungen machte sich auch Alis Hoppenrath (SPD) stark. Und Rainer Schulze (Grüne/Offene Liste) fand „alles wunderbar“. Er regte an, bei den Wohnformen das „Bielefelder Modell“ anzuwenden und wegen der Nutzung der Solarenergie die Häuser ökologisch günstig anzuordnen.

Ulrich Pender (Linke) hielt es für unverzichtbar, in dem Gebiet auch den sozialen Wohnungsbau zu berücksichtigen und behindertengerechte Wohnungen vorzusehen. Ein Mischgebiet entlang der Bahnlinie eigne sich gut für die Ansiedlung kleiner Firmen, meinte Rudi Sturm (FWG). Gerade für junge Familien sei das Wohngebiet ideal.

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