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Dienstag, 20. November 2018 Drucken

Frankenthal: Kultur Regional

Ab in den Dschungel

Blasmusiker des GMV Volkschors 1846 Lambsheim spielen Jahreskonzert – Letzter Termin am Samstag

Von Werner Schenk

Das Jugendorchester des GMV bot unter Leitung von Alexander Petry einen Ausflug ins untergegangene Reich der Maya und nach Afrika.

Das Jugendorchester des GMV bot unter Leitung von Alexander Petry einen Ausflug ins untergegangene Reich der Maya und nach Afrika. ( Foto: BOLTE)

„Welcome to the jungle“ lautet das Motto des Jahreskonzerts der Blasmusiker des Gesang- und Musikvereins Volkschor 1846 Lambsheim. Bei der bestens besuchten Premiere am Samstagabend in der GMV-Halle wurde das Publikum nach Südamerika und Afrika entführt.

Der GMV geht bei seinen Konzerten immer mit viel Liebe zum Detail zur Sache. Am Samstag erfreute er das Publikum mit einem scherenschnittartigen Schwarz-Weiß-Dekor im afrikanischen Stil, einer stimmungsvollen Bühnenbeleuchtung und zwei Moderatoren, die aussahen wie die Bluesbrothers auf Safari. Ganz in Schwarz mit hellem Tropenhelm begrüßten Eric Sauvage und Julian Haller als „King“ und „Kong“ das Publikum im „GMV-Affenhaus“. Dirigent Alexander Petry verzichtete auf Safari-Look und leitete das Jugendorchester und das Sinfonische Blasorchester des Vereins im dunklen Anzug mit roter Krawatte.

Nach einem musikalischen Ausflug in die Welt des untergegangenen Maya-Reichs erklang die Afrika-Hymne „The Lion Sleeps Tonight“. Hier waren vor allem die Schlagwerker gefordert. Es folgten swingende Melodien aus dem Trickfilmklassiker „Dschungelbuch“ mit einem schönen Saxofonsatz und orientalischem Flair. Dass sich die jungen Musiker mit Verve und Esprit der modernen Popmusik widmen, bewiesen sie mit dem Megahit „Happy“ von Pharell Williams.

Das Sinfonische Blasorchester präsentierte klangvolle Arrangements aus Klassik und Filmmusik, jazzigen Big-Band-Sound und Meilensteine der Rock-und-Pop-Geschichte. Den Auftakt bildete „Children Of A Different Sun“ von Roland Barrett. In dem überwältigenden Tongemälde trumpfte das Orchester sehr selbstbewusst auf und intonierte furios die treibende Rhythmik. Mit dem Werk, das auf den Sonnenkult der Inkas und deren monumentale Kapitale Machu Picchu im Hochland der Anden anspielt, hatten sich die Musiker für die kommenden Herausforderungen des Abends warmgespielt. In Camille Saint-Saëns’ „Karneval der Tiere“ zeichneten flirrende Holzbläserläufe den hochmütigen Löwen, die Tuba begleitete im Walzertakt den Hof haltenden Elefanten.

Mit einem lieblich-zarten Oboensolo von Muriel Demessier erklang der Konzerthöhepunkt, die „Jungle Fantasy“ im Arrangement des Japaners Naohiro Iwai. Eindrucksvolle Bläsersätze und ein pulsierender Groove – das Latin- und Afrosounds verbindende, in Big-Band-Manier intonierte Werk ließ die Musiker zur Höchstform auflaufen. Etwas zurückhaltend erklang das schöne Solo von Flötistin Tanja Scholz, dem ein Mikrofon zu größerer Präsenz verholfen hätte.

Latinflair erfüllte beim Auftritt der Jazz-Combo mit Felix Haller (Trompete und Flügelhorn), Dirk Ehrler (Tenorsaxofon), Harald Stein (Piano), Mark Pointner (Bass) und Eric Sauvage (Schlagzeug) den Saal. Zu hören gab es Horace Silvers „Song For My Father“ und ein sinnliches „Polka Dots And Moonbeams“. In Letzterem präsentierte sich Felix Haller mit schön introvertierter Tongebung ganz im Stile eines Chet Baker. Das sinfonische Blasorchester wandte sich vor den Zugaben noch der Musik von Harry Belafonte, Toto und Guns N’Roses zu.

Tickets

Karten für das letzte Jahreskonzert am Samstag, 24. November, 19 Uhr, in der GMV-Halle, Königsberger Straße 20c, gibt es im Vorverkauf für neun Euro (ermäßigt fünf Euro) unter Telefon 06233 3535888. An der Abendkasse kosten die Tickets zehn Euro (ermäßigt sechs Euro).

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