Donnersbergkreis Zur Sache: Was sind Bodenrichtwerte?

Bodenrichtwerte werden alle zwei Jahre ermittelt und spiegeln die Wertentwicklung von Wohnbauflächen wie auch von gewerblichen und landwirtschaftlichen Flächen wider. Grundlage sind die Kaufverträge zu den in diesen beiden Jahren vollzogenen Grundstücksverkäufen.
Zur Ermittlung dieser Richtwerte werden die Ortslagen der Gemeinden in vergleichbare Zonen unterteilt. Für jede dieser Zonen ergibt sich ein Durchschnittspreis je Quadratmeter als Richtwert, so Michael Loos vom Vermessungs- und Katasteramt Kusel, bei dem der Gutachterausschuss für Grundstückswerte für die Westpfalz angesiedelt ist. Der aktuellen Richtwertermittlung liegen die tatsächlichen Grundstücksgeschäfte der Jahre 2014 und 2015 zugrunde. Davon waren im letzten Jahr 183, im Jahr 2014 insgesamt 248 Verkäufe von Grundstücken geeignet und wurden für die Ableitung der aktuellen Bodenrichtwerte herangezogen. Bodenrichtwerte stellen für die Bewertung im Einzelfall nur Anhaltspunkte zur Preisfindung dar. Der tatsächliche Verkehrswert eines Grundstücks kann je nach den individuellen Gegebenheiten vor Ort auch davon abweichen. Festgelegt werden die Richtwerte vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte, dem Architekten, Makler, Gutachter des Finanzamtes und andere Sachverständige angehören. (bke/red)