Kirchheimbolanden RHEINPFALZ Plus Artikel Zughunderennen ohne Schnee: Hund und Mensch als Team

Luca Rohlmann mit Bonnie vom Achtobel, ein weißer Schweizer Schäferhund.
Luca Rohlmann mit Bonnie vom Achtobel, ein weißer Schweizer Schäferhund.

Beim Donnersbergtrail am Wochenende ziehen Vierbeiner vor Bike, Roller oder an der Laufleine ihre Menschen über eine anspruchsvolle 5,4-Kilometer-Strecke.

Rund um das Schützenhaus des SV Tell e. V. findet jetzt am Wochenende wieder das Zughunderennen statt – beim Off-Snow-Rennen ziehen die Hunde keine Schlitten über Schnee, sondern treten in verschiedenen Kategorien an, entweder als Läufer mit Hund an einer speziellen Leine oder der Hund zieht ein Mountainbike oder einen speziellen Tretroller für ein oder zwei Hunde; bei einer vierten Variante werden drei oder mehr Hunde vor einen Wagen oder ein Trike gespannt.

Bereits zum fünften Mal organisiert Meike Walter das Rennen: „Der Donnersbergtrail hat sich in den vergangenen fünf Jahren nur in Details verändert – aber die Strecke ist anspruchsvoller geworden“, erklärt Organisatorin Meike Walter vom Verein Dog Sports and more. „Früher waren es 4,5 Kilometer, heute sind es 5,4 Kilometer mit mehr Kurven und einigen Höhenmetern. Das fordert die Teams sowohl körperlich als auch mental.“

Die gesamte Strecke wird markiert

Damit das Rennen gelingt, ist im Vorfeld einiges zu tun: Die Strecke muss genehmigt, markiert und abgesichert werden. Neben der Stadt Kirchheimbolanden, die Meike Walter von Anfang an unterstützt, sind auch Forst, Veterinäramt und Landesuntersuchungsamt beteiligt. „Mittlerweile kennen sich die Ansprechpartner, das erleichtert die Abstimmungen. Trotzdem müssen wir jedes Jahr alle Genehmigungen neu einholen“, berichtet Walter.

Während des Rennens sind bis zu 30 Helfer im Einsatz: Sie markieren die Strecke mit farbigen Schildern – rote runde Schilder geben Richtungswechsel an, blaue quadratische bestätigen den richtigen Weg, gelbe dreieckige warnen vor Gefahrenstellen –, übernehmen Auf- und Abbau, Zeitnahme oder Parkplatzeinweisung. Wichtige Knotenpunkte wie die Zufahrt zum Friedwald sind mit Streckenposten besetzt, um Besucher und Teams sicher vorbeizuleiten. Zusätzlich muss ein Rettungsdienst gefunden werden, der an dem Wochenende zur Verfügung steht.

Dieses Jahr sind weniger Teilnehmer dabei

Etwa 70 Starterinnen und Starter werden in diesem Jahr erwartet – etwas weniger als sonst, da zeitgleich die Weltmeisterschaft der International Canicross Federation (ICF) stattfindet. „Das macht die Veranstaltung in diesem Jahr familiärer, aber keinesfalls weniger spannend“, sagt Walter.

Neben Huskys werden auch europäische Hounds, Hütehunde, Jagdhunde und seltenere Rassen wie der Slowakische Rauhbart am Start sein. Das Training sei individuell auf Hund und Mensch abgestimmt und richtet sich nach Gesundheitszustand, Trainingsstand und Wetter. „Zughundesport ist Teamsport – der beste Hund nützt nichts, wenn der Mensch nicht fit ist, und umgekehrt“, erzählt die Organisatorin. Und natürlich muss auch der Hund vollständig gesund und fit sein: Ein erfahrenes Team prüft vor dem ersten Start Chip-Kennzeichnung und Impfstatus jedes Hundes.

An beiden Tagen behalten die Helfer die Vierbeiner im Zielbereich im Blick, machen stichprobenartige Kontrollen und können bei gesundheitlichen Problemen Hunde aus dem Rennen nehmen. Für Notfälle liegt die Nummer des tierärztlichen Notdienstes bereit.

Info

Der Donnersbergtrail ist eine öffentliche Veranstaltung ohne Eintritt und findet am 8. und 9. November rund um das Schützenhaus des SV Tell e. V. in Kirchheimbolanden statt. Die Rennen starten an beiden Tagen um 10 Uhr. Am Samstag gibt es ab 14.30 Uhr ein Familienprogramm mit Bambinilauf für Kinder (Anmeldung: jugend@dog-sports-and-more.de ), Hindernisparcours, Tombola und Flohmarkt. Für Verpflegung sorgt ProKibo e.V. Parkmöglichkeiten befinden sich am Schillerhain sowie am Friedwald.

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