Winnweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Zehnjährige Ida organisiert Klimademo in Winnweiler

Die zehnjährige Ida spricht ihren Altersgenossen aus dem Herzen: Sie haben angesichts des Klimawandels Angst um ihre Zukunft.
Die zehnjährige Ida spricht ihren Altersgenossen aus dem Herzen: Sie haben angesichts des Klimawandels Angst um ihre Zukunft.

Klimawandel betrifft uns alle – auch Kinder. Ida aus der fünften Klasse wollte nicht länger zusehen und brachte mit einer Demo den Klimaschutz mitten in ihre Heimatstadt.

Ida ist erst zehn Jahre alt und besucht die fünfte Klasse des Wilhelm-Erb-Gymnasiums. Im Radio hat sie einen Beitrag über den Klimawandel gehört und dann beschlossen: Gegen den Klimawandel muss man etwas tun! Ida hat sich überlegt, dass eine Demonstration eine gute Idee wäre, um andere Menschen davon zu überzeugen, sich mehr für das Klima zu interessieren und sich gegen den Klimawandel einzusetzen. Am Freitag, 24. Oktober, war es dann so weit: In Winnweiler startete die Demo am Bahnhof, führte hoch zum Wilhelm-Erb-Gymnasium und endete mit einer kleinen Kundgebung auf dem Marktplatz. Ida hatte auch eine Rede vorbereitet. Die Demonstration war natürlich auch angemeldet, und die Polizei war vor Ort. Letztlich waren 30 Kinder und Erwachsene dabei.

Ida hat eine Rede vorbereitet

„Klimaschutz ist eine, wenn nicht sogar die wichtigste gesamtgesellschaftliche Aufgabe des 21. Jahrhunderts. Auf der Erde wird es zu heiß und wir Menschen sind dafür verantwortlich“, sagte Ida zu den Teilnehmern. Dabei stellte sie auch viele Fragen: „Wie können wir glauben, dass der Klimawandel uns nicht betreffen wird, vor uns Halt machen wird? Dass es so schlimm schon nicht werden wird? Vielleicht sogar, dass es den Klimawandel gar nicht gibt? Wie können wir glauben, dass sich dieses riesige Problem von selbst lösen wird?“

"Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut", skandierten die kleinen Teilnehmer voller Inbrunst und machten d
»Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut«, skandierten die kleinen Teilnehmer voller Inbrunst und machten damit ihre Sorgen beim Protestmarsch deutlich.

Müssen wir im Winter Erdbeeren kaufen?

Ihre Intention: Sie möchte die Teilnehmer der Demonstration zum Nachdenken anregen und gibt auch praktische Tipps, was jeder Einzelne von uns bewirken kann: „Jeder sollte seinen eigenen Lebensstil überdenken und hinterfragen, was er selbst verändern kann. Zum Beispiel häufiger öffentliche Verkehrsmittel nutzen, weniger tierische Produkte essen und bewusste Kaufentscheidungen treffen. Müssen Erdbeeren im Januar wirklich sein?“

Von wegen Kinder können nichts bewirken: Etwa 30 Kinder und ihre Eltern und Großeltern nahmen bei dem Klima-Protest am Freitag u
Von wegen Kinder können nichts bewirken: Etwa 30 Kinder und ihre Eltern und Großeltern nahmen bei dem Klima-Protest am Freitag und der anschließenden Ansprache auf dem Winnweilerer Marktplatz teil.

Wichtig sei ihr vor allem, den Druck auf die Politik zu erhöhen – und damit Bewegung in die Sache zu bringen. „Es gibt keinen Planeten B! Das hier ist unser Zuhause, wir sollten es mit aller Kraft beschützen“, sagte Ida. Beeindruckt von dem Engagement der Kinder und der Rede zeigten sich nicht nur die Begleiter der Kleinen. Hier und da stoppte ein Passant. Auch ein Polizist staunte: „Ich hätte diesen Mut in dem Alter nicht gehabt.“ Die Klima-Demo zeigt: Um sich gegen den Klimawandel einzusetzen ist niemand zu jung, auch Schüler mit zehn Jahren können sich bereits politisch engagieren.

Mit Plakaten und Parolen: Zusammen wollen Kinder, Eltern und Großeltern ihre Mitmenschen auf den Klimawandel und seine Auswirkun
Mit Plakaten und Parolen: Zusammen wollen Kinder, Eltern und Großeltern ihre Mitmenschen auf den Klimawandel und seine Auswirkungen aufmerksam machen.
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