Donnersbergkreis Wieder Klagen über Abfuhr gelber Säcke

BIEDESHEIM. „Seit Gründonnerstag liegen die gelben Säcke in unserem Gässchen“, beschwert sich ein Ehepaar aus der Wiesenstraße in Biedesheim über nicht abgeholte Wertstoffbeutel. Sie hätten schon bei der Kreisverwaltung angerufen, doch dort sei ihnen gesagt worden, dass der Donnersbergkreis dafür nicht zuständig sei.

„Diese Auskunft höre ich nicht gern“, sagt Dezernent Albert Graf auf Anfrage der RHEINPFALZ. Zwar würden die Säcke nicht mehr im Auftrag des Kreises abgeholt, „doch wir kümmern uns um die Belange unserer Bürger“, versichert er und verspricht, bei der Entsorgungsfirma nachzuhaken. Dies sei letzte Woche die dritte Beschwerde gewesen. Generell habe die Verwaltung nur die Möglichkeit, gemeldete Unregelmäßigkeiten weiterzuleiten, aktiv etwas bewirken könne sie nicht. Wie berichtet, ist seit dem Jahreswechsel die Paulus GmbH aus dem saarländischen Friedrichsthal für die Abfuhr zuständig – beauftragt vom DSD (Duales System Deutschland) in Köln. „Anfangs gab es große Schwierigkeiten“, erinnert Graf beispielsweise an über Wochen aufgebaute Tütenberge in Dörnbach, Felsbergerhof und Schwarzengraben. Auf den Hinweis, dass ein Laster nur rückwärts in die Biedesheimer Wiesenstraße einfahren könne, um wieder herauszukommen, erklärt Graf: „Ob die Wertstoffe aus sehr engen Straßen abgeholt werden, liegt im Ermessen des Müllwagenfahrers. Eventuell müssen die Anwohner ihre gelben Säcke an die Ecke zur nächstgrößeren Straße tragen.“ Bei Beschwerden über die Abfuhr empfiehlt er, direkt bei Paulus oder DSD anzurufen, damit der Umfang der Unzufriedenheit im Saarland und in Nordrhein-Westfalen wahrgenommen wird. Von der Nutzung der Hotline rät er ab: „Da hängt man nur in der Warteschleife.“ (abf)

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