Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Wenn Retter sich retten müssen

christoph

In dieser Woche ist der Rettungshubschrauber „Christoph 66“ mit einem Vogel kollidiert, außerdem gab es Einblicke in die Bunkeranlage von Börrstadt.

Wenn es zu schweren Unfällen oder Gefahrensituationen kommt, ist er in der Westpfalz schnell zur Stelle: Rettungshubschrauber „Christoph 66“. Diese Woche musste sich die Rettungscrew aber selbst retten. Auf einem Rückflug von einem Einsatz kollidierte der Helikopter nämlich mit einem Vogel. Und es muss ein großer Vogel gewesen sein, denn die Frontscheibe wurde dabei beschädigt. Allzu oft kommen solche Zusammenstöße laut ADAC-Luftrettung nicht vor. Bei ungefähr 4500 Einsätzen von Rettungshubschraubern im Monat komme es nur zu einem Vogelschlag. Die Crew von „Christoph 66“ setzte nach dem Unfall zu einer kontrollierten Sicherheitslandung an und landete in der Nähe von Ober-Olm. Auch wenn es bei dem Zusammenprall zu keinen Verletzungen der Crew kam, durften diese erst einmal eine kleine Pause einlegen. Es kommt nun mal nicht täglich vor, dass sich Retter retten müssen.

Wenn Bunker keine Bunker sind

In Börrstadt im Wald steht die alte Bunkeranlage, die Anfang der 1990er Jahre vom Militär aufgegeben wurde. Die Bunker sind allerdings geblieben. Heute werden sie als Lager von Landwirten, Verbandsgemeinden und dem Forstamt, das auch Eigentümer des Geländes ist, genutzt. Das klingt ja auch nach einer bombensicheren Angelegenheit, wenn man seine wertvollen Sachen in einem ehemaligen Bunker lagern kann. Leider hat die Sache einen Haken. Mit Abzug des Bunds wurde der Strom für die Anlage gekappt. Deswegen funktionieren die Lüftungsanlagen der mit Erde überschütteten Gewölbehallen nicht mehr. Die Folge: Verschließt man seine Türen, bildet sich Feuchtigkeit. Lässt man sie offen, haben sich leider in der Vergangenheit schon häufiger Diebe an den gelagerten Gegenständen vergriffen. Schätze sollte man also in den Börrstadter Bunkern lieber nicht lagern.

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