Sippersfeld
Wasserschaden an Schule: Kein warmes Mittagessen für Kinder
Normalerweise wird in der Grundschule in Sippersfeld nicht nur gelernt, sondern viele Schüler und Schülerinnen erhalten auch ein warmes Mittagessen. Doch damit ist jetzt erstmal Schluss: Ein Wasserschaden im Neubau der Grundschule sorgt seit Mitte September für erhebliche Einschränkungen im Schulalltag. Betroffen ist das gesamte Erdgeschoss, in dem sich sowohl das Bistro als auch Betreuungsräume befinden. „Wir haben den Schaden in der Kalenderwoche 36/37 festgestellt“, sagt Melissa Reith-Armbrüster von der Verbandsgemeinde Winnweiler, zuständig für Zentralverwaltung, Grundschulen und Kitas.
Die genaue Ursache werde derzeit gemeinsam mit der Versicherung und mehreren Gutachtern untersucht, noch gibt es nur Vermutungen. „Nach jetzigem Stand gehen wir davon aus, dass ein Materialfehler in einem Bauteil der Wasserleitung im Gebäude verantwortlich ist“, erzählt Reith-Armbrüster.
Im Schulgebäude ist weiterhin Unterricht
Da die Grundschule derzeit umgebaut wird, hatten die betroffenen Räume vormittags zusätzlich als Klassenräume gedient. Mit dem Wasserschaden fielen diese jetzt kurzfristig weg. Unterricht und Betreuung mussten deshalb in andere Räume innerhalb des Schulgebäudes verlegt werden.
„Zum Glück konnten wir intern eine Lösung finden, sodass die Kinder nicht in andere Gebäude im Ort ausweichen müssen“, sagt Reith-Armbrüster. Insgesamt besuchen derzeit 138 Kinder die Schule, 82 sind in der Betreuung angemeldet, davon 43 mit der Option Mittagessen. Allerdings: Da die Essensbestellungen wöchentlich erfolgen und nicht alle Kinder täglich teilnehmen, lässt sich die genaue Anzahl der Betroffenen nicht exakt angeben.
Eltern habe ihr Kinder vom Essen abgemeldet
Die größte spürbare Veränderung betrifft nun die Essensversorgung. Der Bistrobereich ist nicht nutzbar, das warme Mittagessen muss – wie schon in der ersten Bauphase – außerhalb des Schulgeländes organisiert werden. Viele Eltern haben sich daher entschlossen, ihre Kinder vom Mittagessen abzumelden, aufgrund der Strecke zur Ausweich-Location, der örtlichen Gegebenheiten und des Tagesablaufs.
„Das ist für viele Familien organisatorisch und praktisch einfach zu aufwendig. Wir stellen aber sicher, dass kein Kind hungrig bleibt“, sagt Melissa Reith‑Armbrüster. Die Verbandsgemeinde bietet deshalb allen Kindern, die kein Essen von zuhause mitbringen, kostenfrei Snacks und Obst an.
Momentan wird davon ausgegangen, dass sich die Lage nach den Herbstferien bessert, dann soll der zweite Bauabschnitts fertig sein. „Anschließend wird die Möglichkeit einer regulären Mittagsversorgung erneut geprüft“, sagt Reith-Armbrüster.