Donnersbergkreis Was tun bei Stress mit Kleinkindern? Hier finden Eltern Hilfe

Kinder sind nicht nur ziemlich süß, sie können auch ziemlich anstrengend sein. Wenn sich Eltern überfordert fühlen, können die F
Kinder sind nicht nur ziemlich süß, sie können auch ziemlich anstrengend sein. Wenn sich Eltern überfordert fühlen, können die Frühen Hilfen eine Anlaufstelle sein. Das ist keien Schande.

Familien entlasten und Kindern einen guten Start ins Leben ermöglichen: Das Netzwerk Frühe Hilfen bietet kostenlose, niedrigschwellige Begleitung.

Wer gehört zum Netzwerk Frühe Hilfen?
Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Institutionen, Verbänden, Einrichtungen und Fachkräften aus dem Gesundheitswesen sowie dem Kinder- und Jugendhilfebereich. Dazu gehören unter anderem Familienhilfezentren, Schwangeren- und Erziehungsberatungsstellen, Kindertagesstätten oder Gesundheitsfachkräfte.

Welche Berufsgruppen arbeiten bei den Frühen Hilfen zusammen?
Frühe Hilfen sind sehr vielfältig und können sowohl von der Krabbelgruppe im Ort als auch von Beratungsstellen oder Ärzten geleistet werden. Entscheidend dabei ist ein auf Vertrauen basierender Zugang zur Familie und die Vernetzung innerhalb des Kreises, um bei Bedarf an weitere Hilfsangebote verweisen zu können.

Was ist das Ziel?
Das Netzwerk „Frühe Hilfen Donnersbergkreis“ verfolgt das Ziel, Entwicklungsmöglichkeiten von Säuglingen und Kleinkindern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Es geht um präventive, niedrigschwellige Unterstützung.

An wen richten sich die Angebote?
Frühe Hilfen bieten Unterstützung für alle Schwangeren und Familien mit Kindern von null bis drei Jahren, wobei die Angebote sich insbesondere an Familien mit hohen psychosozialen Belastungen wenden. Die Kontaktaufnahme erfolgt oftmals über Beratungsstellen, Kinder- und Frauenärzte oder auch Geburtsstationen. Familien können sich ebenso direkt an die Netzwerkkoordination Frühe Hilfen des Donnersbergkreises, Elina Ratke, wenden. Die Angebote sind kostenlos.

Welche Unterstützung bekommen Schwangere, Mütter und Väter mit kleinen Kindern?
Die Fachkräfte begleiten, entlasten, beraten und unterstützen bei Fragen zur Entwicklung des Kindes und rund um die Familie. Darüber hinaus können über die Einrichtungen im Kreis Beratungsangebote in Anspruch genommen werden.

Welche Rolle spielen Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen?
Die Tätigkeit der Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegenden ist das zentrale Angebot der Frühen Hilfen im Donnersbergkreis. Sie bieten Familien Unterstützung im häuslichen Umfeld und beraten sie beispielsweise bei Fragen zu Ernährung, Schlaf, Entwicklung, Bindung und weiteren Themen. Hierbei übernehmen die Familienkinderkrankenpflegerinnen oder Familienhebammen eine Lotsenfunktion.

Warum sind die ersten Lebensjahre für die Entwicklung eines Kindes so wichtig?
Die ersten Lebensjahre eines Kindes prägen dieses in Bezug auf Beziehungsaufbau, Emotionsregulation, Stressbewältigung, Lernverhalten und viele weitere Bereiche. Hat das Kind eine sichere und liebevolle Umgebung, in der es sich ausprobieren, lernen und wachsen darf, beeinflusst dies auch spätere Entwicklungsprozesse positiv.

Warum sind Wut, Trotz und starke Gefühle bei Kleinstkindern für Eltern oft so herausfordernd?
Kleinstkinder sind nicht in der Lage, ihre Gefühle sprachlich zu artikulieren oder überhaupt selbst zu reflektieren. Sie lernen dies erst noch, und dementsprechend ist es wichtig, alle Gefühle zuzulassen und zu begleiten, damit eben auch der Umgang mit zunächst negativen Gefühlen gelernt und eine Selbstregulation gefördert wird. Dennoch kann ein schreiendes, wütendes Kind ein Stressmoment für Eltern sein und zur Überforderung führen.

Was raten Sie Eltern, die sich in solchen Situationen überfordert fühlen?
Zunächst ist es keine Schande, sich überfordert zu fühlen, und für gewöhnlich kommen alle Eltern mal an diesen Punkt. Wichtig ist, sich Hilfe zu holen, wenn diese Überforderung einer professionellen Begleitung bedarf. Eltern gestalten mit ihren Kindern die Gesellschaft der Zukunft, und es ist ihr Recht, sich bei Bedarf Unterstützung zu holen.

Info

Das lokale Netzwerk Frühe Hilfen lädt für Donnerstag, 18. Juni 2026, Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, der Jugendhilfe, von Beratungsstellen und alle weiteren Interessierten zum Fachtag mit dem Thema „Starke Gefühle bei Kleinstkindern – Eltern im Umgang mit ihren Kindern begleiten“ ein. Referieren wird Mechthild Hoehl, Pionierin im Bereich der Frühen Hilfen und seit vielen Jahren als Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin tätig.
Die Veranstaltung findet im großen Sitzungssaal der Kreisverwaltung Donnersbergkreis statt. Einlass ist ab 14 Uhr, das Programm beginnt um 14.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung bis spätestens Freitag, 5. Juni, per E-Mail an eratke@donnersberg.de gebeten. Weitere Informationen zum Programm finden sich in der Einladung auf der Homepage.

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