Rathskirchen
Warum die Kirche in Rathskirchen nun doch nicht verkauft wird
Ursprünglich war geplant, dass der Verkauf der 1911 im modernen Jugendstil erbauten Kirche in Rathskirchen Ende des Jahres 2025 über die Bühne geht. Zugrunde lag ein einstimmiger Beschluss des Presbyteriums der protestantischen Kirchengemeinde „Zur Alten Welt“. Es haben auch Gespräche mit einem potenziellen Käufer stattgefunden, informierte Pfarrer Sebastian Best. Der Interessent sei dann allerdings abgesprungen. Daraufhin haen auch die Presbyter von ihrer vorherigen Entscheidung Abstand genommen, erklärte Best, der seit 2020 vom Pfarrsitz Dörrmoschel aus als Seelsorger in der Kirchengemeinde tätig ist. „Die Rücknahme des Beschlusses war nur noch eine Formalie.“
Das bedeute: „Die Kirche bleibt in unserem Besitz.“ Sie werde aktuell auch wieder von der Gemeinde genutzt, nachdem die Schäden am Treppenaufgang beseitigt seien. Dort waren im vergangenen Jahr auf einer Fläche von rund drei Quadratmetern Teile einer Stützmauer eingebrochen. Nach einer Reparatur mit Gabionen könne die Treppe wieder genutzt werden. Allerdings handelt es sich laut dem Pfarrer nur um eine temporäre Sicherungsmaßnahme: Die Kirchengemeinde sei verpflichtet, eine dauerhafte Lösung zu finden. Daher sei ein Bodengutachten in Auftrag gegeben worden. „Von dem Ergebnis hängt ab, wie wir weiter verfahren.“ Möglicherweise müsse die Mauer komplett abgetragen und neu aufgebaut werden.
Sparvorgaben der Landeskirche sind erfüllt
Aktuell stehe kein weiteres Gebäude im Besitz der Kirchengemeinde zur Disposition, sagte Best: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“ Das Pfarrhaus in Rathskirchen und ein Jugendhäuschen seien verkauft und die Sparvorgaben der Landeskirche somit erfüllt. Der Kirchengemeinde „Zur Alten Welt“ mit rund 1300 Gemeindemitgliedern gehören neben dem Gotteshaus in Rathskirchen noch vier weitere – in Dörnbach, Nußbach, Dörrmoschel und Rudolphskirchen – sowie ein Pfarrhaus. Sebastian Best ist für die Orte Dörnbach, Teschenmoschel, Rathskirchen (mit Rudolphskirchen), Reichsthal, Seelen, Felsberger-, Spreiter- und Schacherhof, Nußbach, Reipoltskirchen sowie Ingweiler- und Karlshof zuständig. Sein Einsatzgebiet verteilt sich somit auf die Landkreise Donnersberg und Kusel.