Winnweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Warum auf der B48 die Abfahrt nach Imsbach seit Wochen gesperrt ist

Seit rund drei Monaten ist auf der B48 in Höhe Eisenschmelz ein Teil der Fahrbahn mit Warnbaken abgetrennt. RHEINPFALZ-Leser hab
Seit rund drei Monaten ist auf der B48 in Höhe Eisenschmelz ein Teil der Fahrbahn mit Warnbaken abgetrennt. RHEINPFALZ-Leser haben nach dem Grund für die Baustelle gefragt – der Winnweilerer Verbandsbürgermeister Rudolf Jacob gibt die Antwort.

Für Verkehrsteilnehmer ist die Fahrt auf der B48 durch den westlichen Kreisteil derzeit wahrlich kein Vergnügen: Brückensanierungen bei Rockenhausen und Mannweiler-Cölln, der Bau der Umgehung Imsweiler – nicht zuletzt gibt es schon seit Wochen eine Baustelle in Höhe der Abzweigung nach Imsbach. Und viele fragen sich: Warum?

Anfang März waren sie plötzlich da: die Warnbaken und Markierungen auf der Bundesstraße 48 zwischen Schweisweiler und Winnweiler. Seither ist in Höhe der Eisenschmelz der zur Bahnlinie beziehungsweise Alsenz hin gelegene Teil der Fahrbahn abgetrennt, wegen deren Verengung die Linksabbiegespur zur Landesstraße 392 Richtung Imsbach gesperrt und Tempo 30 angeordnet worden ist.

Viele Autofahrer vermuteten, dass die Baustelle im Zusammenhang mit der fünfwöchigen Sanierung der Zugstrecke durchs Alsenztal steht – damit die schweren Maschinen und Fahrzeuge über den in diesem Bereich verlaufenden Wirtschaftsweg leichter zu den Gleisen gelangen können. Allerdings waren die Arbeiten bereits im April abgeschlossen; die Verschwenkung der Straße samt Abbiegeverbot aus Richtung Schweisweiler hat dagegen bis heute Bestand. Weshalb sich Leser bei der Donnersberger Rundschau nach dem Grund für die noch immer bestehenden Einschränkungen erkundigt haben.

Jacob widerspricht Kreis: „Arbeiten haben begonnen“

Auf Anfrage teilte der Landesbetrieb Mobilität Worms mit, dass der Donnersbergkreis als Straßenverkehrsbehörde in Abstimmung mit der Straßenmeisterei Rockenhausen die derzeitige Regelung getroffen habe. Hintergrund sei eben nicht die Ertüchtigung der Alsenzbahn, sondern eine Baumaßnahme an der Kläranlage Winnweiler. Die mit der Sanierung beauftragte Firma habe den Antrag für die vorübergehende Verlegung der Fahrbahn gestellt. Diesem Wunsch habe der Kreis stattgegeben, die Dauer der Maßnahme und somit auch der Anordnung sei mit einem Jahr veranschlagt. „Allerdings hat die Firma wohl bis dato nicht mit den Arbeiten begonnen“, schreibt die Kreisverwaltung. Deshalb, so die überraschende Feststellung, „könnte die Baustelleneinrichtung entfernt werden“.

Wegen der Fahrbahnverengung ist von Schweisweiler kommend die Linksabbiegespur Richtung Imsbach gesperrt – nicht alle Verkehrste
Wegen der Fahrbahnverengung ist von Schweisweiler kommend die Linksabbiegespur Richtung Imsbach gesperrt – nicht alle Verkehrsteilnehmer lassen sich jedoch davon abhalten.

Eine Sichtweise, der VG-Bürgermeister Rudolf Jacob gegenüber der RHEINPFALZ widerspricht: „Es ist nicht richtig, dass die Arbeiten noch nicht begonnen hätten.“ Die über 30 Jahre alte Kläranlage werde momentan generalüberholt. So seien bereits Pumpen, Schneckenpumpwerke, Rechen und anderes mehr ausgetauscht worden. „Derzeit werden die Becken von einer einstraßigen Reinigung auf eine zweistraßige Funktionsweise umgebaut“, so Jacob. Ferner werden in großem Umfang Betonsanierungen, die Erneuerung von Rohrleitungen und anderes mehr vorgenommen. Insgesamt investierten die VG-Werke mehrere Millionen Euro in das Projekt.

Wegen Bahnübergang können Lkw nicht halten

Knackpunkt sei dabei, dass sich auf dem von der B48 abzweigenden Wirtschaftsweg kurz vor der Zufahrt zur Kläranlage ein Bahnübergang befindet. Deshalb sei es fast nicht möglich, dass in diesem Bereich größere Fahrzeuge wie beispielsweise Lkw stehen – diese könnten beziehungsweise dürften jedoch auch nicht einfach so auf freier Strecke, sprich der Bundesstraße halten, betont der Winnweilerer VG-Chef. Der aktuell für den restlichen Verkehr gesperrte Fahrbahnstreifen sei somit den Lastwagen vorbehalten, die auf die Zufahrt zur Kläranlage warten.

Kurzum: „Die Fläche wurde und wird auch nach wie vor hierfür benötigt.“ Richtig sei dagegen, dass es am Freitag – wie auch der Kreis mitgeteilt hat – ein Treffen aller Beteiligten an der Kläranlage geben wird. Allerdings nicht, um die Baustelle komplett zu entfernen, sondern „um die bestehenden Regelungen eventuell dahingehend zu verändern, dass man künftig wieder nach Imsbach abbiegen kann und die Geschwindigkeitsbegrenzung eventuell hochgesetzt wird“, so Jacob. Immerhin zwei Dinge wären damit hinfällig: erstens für Verkehrsteilnehmer die lästige Umleitung über Winnweiler. Zweitens, dass manche die gesperrte Abzweigung Richtung Imsbach durch ein Wendemanöver auf der B48 und folgendem Rechstabbiegen umfahren. Das ist kein Einzelfall ...

x