Donnersbergkreis Vorsicht vor dem Klassen-Neuling
Winnweiler. Die Wochen der heißen Donnersberg-Derbys, Teil drei: Acht Tage nach dem furiosen 9:4 des ASV Höringen bei den TTF Rockenhausen steigt am Sonntagmorgen (9.30 Uhr) der nächste Lokalfight. TTC Winnweiler kontra TuS Gerbach – ein Duell zwischen dem bis dato alles überragenden Giganten der Bezirksliga Westpfalz Nord und dem stärksten Aufsteiger. Schafft der TuS die Sensation? Winnweilers Kapitän Günter Haag mahnt zur Vorsicht.
Er ist längst angekommen. Und das besser, als viele vermuteten. Der TuS Gerbach, Klassen-Neuling aus dem Appeltal, mischt die Bezirksliga auf. 6:2-Punkte, überraschender Fünfter nach vier Spieltagen. Gerbach hat einen Lauf. Das weiß auch Günter Haag, Spielführer von Spitzenklub TTC Winnweiler. „Ich glaube an ein spannendes Spiel“, sagt er. „Aber von der Besetzung her müssten wir gewinnen. Ich hoffe auf ein 9:5, 9:6.“ Die Besetzung ist das große Plus des TTC. Ausgeglichen, kompakt. Das Kollektiv ist der Grund, warum Winnweiler – bisher ohne ernste Stolper-Gefahr – die Liga in den Schatten stellt. 8:0-Punkte, 36:8-Spiele. Eine Traumbilanz. „Fast schon über unseren Erwartungen liegt das. Man darf die Siege jedoch nicht überbewerten: Die Gegner waren zweimal nicht komplett“, tritt Mannschaftsführer Haag auf die Bremse. Dennoch: Die Klarheit der Ergebnisse spricht für den TTC. Und für die Chance, dem TTV Siegelbach den Titel streitig zu machen. Auch, weil die neue Formation Früchte trägt. Fantastisch, wie die drei neuen Winnweilerer prompt einschlugen. Moritz Barkowski ist hinten eine Bank, genauso auch Frank Willems. Doppelpartner Lars Haag, resoluter Offensiv-Allrounder, dürfte in der Mitte kaum ein Einzel abgeben. Qualität und Quantität beim TTC stimmen. „Bis jetzt ist es top“, sagt der Oberarnbacher Lars Haag zum Einstand der Zugänge aus Bann und Brücken. „Vor allem das Training ist extrem gut und super besucht. Über die Stimmung lässt sich nicht klagen.“ Und das Thema Aufstieg? Der TTC könne vorne mitspielen, „aber auch abrutschen“, glaubt Lars Haag. Der frische Wind gibt dem TTC einen Schub, neuen Elan. Vorne baut er dazu weiter auf Carsten Wiegand – eine solide, konstant punktende Spitze. Winnweiler holt zum großen Wurf aus. „Dass die Drei gut sind, wusste ich. Erst wenn es gegen Alsenborn und Siegelbach geht, werden wir jedoch sehen, was ihre Stärke wert ist“, so Günter Haag. Am Sonntag wartet Gerbach. Beide Haags wissen: Das wird kein Selbstläufer. (ppp)