Kommentar Viel zu tun im Kirchheimbolander Museum

Auch im bereits sanierten Bereich des Museums treten Mängel zu Tage wie etwa dieser morsche, von Stromleitungen durchzogene Balk
Auch im bereits sanierten Bereich des Museums treten Mängel zu Tage wie etwa dieser morsche, von Stromleitungen durchzogene Balken in der Hofeinfahrt.

Die Sanierung des Heimatmuseums ist auf halbem Weg stehengeblieben.

Die Sanierung und Neugestaltung des Kirchheimbolanden Heimatmuseums war vor über einem Dutzend Jahren ein Meilenstein für die Stadt. Im (Zwischen-)Ergebnis konnte man sich erstmal sonnen – obwohl auch damals schon klar war, dass das Projekt erst mit dem noch ausstehenden dritten Bauabschnitt zu einer runden Sache werden würde. Bislang aber ist die Erneuerung des Museums auf halbem Weg stehen geblieben, und die Kompromisse, die in der Erwartung auf die Fortsetzung eingegangen wurden, sind zu problematischen Provisorien geworden. Manches wie etwa die Toilettenanlage ist nicht mehr trag- und zumutbar.

Durchgängige Barrierefreiheit wäre ebenso geboten. Vor allem muss man sich allmählich klar darüber werden, was der Stadt die eingelagerten Schätze wert sind, sie werden unter den bestehenden Umständen schlicht dem Verfall ausgesetzt. Und ein Museum sollte den Zahn der Zeit nicht noch schärfen, sondern ihm etwas entgegensetzen. Sicher wird nicht alles, was Museumsleiter Bernd Lawall auf der Wunschliste hat, in Anbetracht immenser Kosten über kurz oder lang umsetzbar sein, aber vieles ist doch nicht nur wünschenswert, sondern schlicht dringend.

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