Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel TuS Finkenbach/Waldgrehweiler gefällt die Rolle als Underdog

Gegen die SG Siegelbach/Erfenbach lief es am Wochenende nicht wie geplant für den TuS Göllheim. Hier versucht sich Hasan Yilziz
Gegen die SG Siegelbach/Erfenbach lief es am Wochenende nicht wie geplant für den TuS Göllheim. Hier versucht sich Hasan Yilziz gegen Petrit Pllana (links) und Christoph Lawnik (links vorn) durchzusetzen.

Im Kreispokalfinale trifft der ungeschlagene Tabellenführer der B-Klasse Nord TuS Finkenbach/Waldgrehweiler auf den TuS Göllheim (Samstag, 16 Uhr, Albisheim).

Als klaren Underdog sieht der Sportliche Leiter des TuS Finkenbach/Waldgrehweiler, Jens Werrmann, sich und seine Mannschaft gegen den Tabellendritten der A-Klasse. „Um gegen eine top A-Klasse-Mannschaft zu gewinnen, brauchen wir einen absoluten Sahnetag, an dem alles zusammenpassen muss“, sagt er.

In die Karten könnte ihm und seinem Team spielen, dass der TuS Göllheim sich eher auf heimischem Kunstrasen wohlfühlt und auf Naturrasenplätzen immer wieder Schwächen offenbart. Zumal die aktuelle Form- und Stimmungskurve eher für die Mannen aus dem Nordpfälzer Land spricht als für den favorisierten A-Klassisten. Während die Truppe um Spielertrainer Silas Schlemmer zuletzt den TuS Bolanden besiegte und somit dem Aufstiegsziel einen großen Schritt nähergekommen ist, verloren die Göllheimer zwei Mal in Folge. „Davon lassen wir uns nicht blenden. Wir schauen in erster Linie auf uns und wollen eine konzentrierte Leistung zeigen und dem Gegner so gut es geht Paroli bieten. Wir gehen gerne in dieses Spiel mit dem Wissen, dass wir der Außenseiter sind“, sagt Werrmann.

Achillessehnenriss

Verzichten muss seine Mannschaft dabei auf Dauerbrenner Konrad Degenhardt, der sich unter der Woche die Achillessehne riss. Nichtsdestotrotz stehen mit Spielern wie Steven Huff, Silas und Nils Schlemmer, aber auch Torjäger Jens Eich eine Handvoll Akteure zur Verfügung, die bereits Bezirksligaerfahrung sammeln konnten und eine enorme Qualität mit sich bringen. „Wir gehen natürlich in dieses Spiel mit dem Ziel, es zu gewinnen. Selbst wenn es nicht klappt, ist es schon ein riesiger Erfolg, zwei Mal in Folge das Kreispokalfinale erreicht zu haben“, zeigt sich Werrmann stolz ob der jungen Erfolge seines Vereins. Im letztjährigen Endspiel verlor das Team um Torwart Jens Kattler denkbar knapp gegen Bezirksligaaufsteiger Gundersweiler im Elfmeterschießen. Diese Erfahrung dürfte die Jungs aus dem Nordpfälzer Land umso mehr antreiben, das anstehende Finale positiv zu gestalten. Somit könnte Silas Schlemmer in seiner noch jungen Trainerkarriere nach der C-Klasse-Meisterschaft in der vergangenen Saison auch noch die B-Klasse-Meisterschaft und den Kreispokalsieg in der laufenden Runde feiern.

Aufstiegstraum geplatzt?

Den TuS Göllheim beschäftigen unmittelbar vor dem Kreispokal-Finale am Samstag ganz andere Themen. Zum Beispiel ob er sich aus dem Aufstiegsrennen der A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg verabschiedet hat. Durch die jüngste 1:4-Heimniederlage gegen den direkten Konkurrenten SG Siegelbach/Erfenbach hat die Mannschaft von Spielertrainer Daniel Fattler fünf Spieltage vor Saisonschluss nun fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz. „Wir sind selbst schuld. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht, sehr ärgerlich. Jetzt müssen wir unsere restlichen Partien gewinnen und darauf hoffen, dass Siegelbach noch zweimal patzt.“

Dass dieser Rückschlag und die zweite Pleite in Folge mentale Auswirkungen auf das anstehende Highlight im Kreispokal hat, glaubt Fattler nicht: „Nein, das nagt nicht an unserem Selbstvertrauen. Wir wissen, dass wir es schaffen können, und werden alles reinhauen, um den Titel zu holen.“ So wie zuletzt vor drei Jahren, als die Göllheimer mit 1:0 nach Verlängerung in Winnweiler gegen den SV Otterberg triumphierten.

Der Coach rechnet mit einem engen Spiel, in dem alles möglich ist: „Der Gegner würde in dieser Saison sicherlich auch zu den Top-Teams der A-Klasse gehören, ich kenne einige Jungs.“ Bereits vergangenes Jahr stand der TuS – als C-Klasse-Meister – im Endspiel und unterlag dem späteren Bezirksliga-Aufsteiger SV Gundersweiler nach Elfmeterschießen nur knapp mit 5:6.

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