Imsweiler RHEINPFALZ Plus Artikel Tunnel Imsweiler: Wilder Lichtwechsel in der Nacht?

Seit Anfang August ist der neuen Tunnel auf der B48 befahrbar.
Seit Anfang August ist der neuen Tunnel auf der B48 befahrbar.

Wer nachts durch den neuen Imsweilerer Tunnel fährt, bemerkt einen auffälligen Wechsel in der Beleuchtung. Nicht jeder empfindet das als angenehm. Ein Leser ist irritiert.

Ein Leser hat sich bei uns in der Redaktion gemeldet, sein Problem: Aus beruflichen Gründen fährt er oft spät abends durch den neuen Tunnel bei Imsweiler. Dabei fällt ihm auf, dass zunächst zwei Lichtbänder an der Decke verlaufen, die nach einigen Metern auf ein Lichtband reduziert werden. Vor allem wenn es dunkel ist, irritiert ihn dieser Wechsel. Zumal nur von Winnweiler zwei Bänder am Anfang verlaufen und von Rockenhausen aus sei nur ein Lichtband zu sehen – so hat er es beschrieben.

Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz (LBM RP) erklärt den Hintergrund: Das durchgehende Lichtband ist die sogenannte Durchfahrtsbeleuchtung, die mit konstanter Helligkeit für gleichmäßige Sicht sorgen soll. Im Portalbereich des Tunnels werde zusätzlich eine Einfahrts- und Adaptionsbeleuchtung eingeschalten. Sie diene dazu, den Übergang zwischen den äußeren Lichtverhältnissen und der Beleuchtung im Tunnel auszugleichen, sodass sich die Augen der Verkehrsteilnehmer optimal anpassen können.

Die Lichtsteuerung erfolgt automatisch

Tagsüber wird diese Zusatzbeleuchtung deutlich heller gesteuert, um den Blick ins Innere des Tunnels zu erleichtern. Nachts hingegen wird ihre Helligkeit heruntergeregelt, um Blendung zu vermeiden. Die Steuerung erfolgt vollautomatisch über Leuchtdichtekameras innerhalb und außerhalb des Bauwerks. Mit dem Wechsel sollten demnach die Autofahrer entlastet werden. Wie die Schilderung unseres Lesers zeigt, ist allerdings das Gegenteil der Fall. Die Frage nach dem Unterschied der Lichtbänder der verschiedenen Richtungen konnte das LBM allerdings nicht beantworten. Seiner Meinung nach sollten einheitlich von beiden Seiten des Tunnels am Anfang zwei Lichtbänder und dann eins verlaufen.

Der RHEINPFALZ liegen Fotos vor, bei denen die zwei Lichtbänder erkennbar sind, die aber eventuell unterschiedlich verbaut wurden. Denkbar wäre, dass der parallel zu den Lichtbändern verlaufende Kabelkanal in der Nacht zu einer unterschiedlichen Wahrnehmung bei Autofahrern führe.

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