Tischtennis
TSG Zellertal verkauft sich beim Spitzenreiter teuer
So ganz unerwartet kam die erste Rückrundenpleite der TSG Zellertal – die vierte im 14. Saisonspiel – nicht daher. Der TSV Gau-Odernheim, der mit gleicher Mannschaft auch bereits in der Regionalliga Südwest aufschlug, dominiert die Liga auf allen Ebenen. 14 Spiele und ebenso viele Siege haben die Rheinhessinnen auf dem Konto. Lene Walz auf der Topposition hat eine sagenhafte Bilanz von 25:1-Einzelsiegen, die nur deshalb etwas getrübt wurde, weil sie gegen Nachwuchstalent Magdalena Breuer vom TTC Nentersheim den Kürzeren zog. Auch Chantal Graversen (16:4) und ihre Schwester Michelle (21:1) überragen, ebenso wie Sarah Bollmann (19:1). Selbst Ersatzspielerin Jana Lahmeyer (14:6) hat eine stark positive Bilanz aufzuweisen. Da war klar, es brauchte eine Wahnsinnsleistung, um den TSV ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.
„Nach echt großem Kampf 2:8 verloren, was sich höher anhört als es war“, meint TSG-Mannschaftskapitän Silke Ermel nach der Partie. Sie hätte gegen Lene Walz einen überraschenden Spielbeginn abrunden können. Denn gegen die „fast“ noch ungeschlagene Gau-Odernheimerin lag Ermel zweimal mit einem Satz in Front. Die 56-Jährige spielte über die volle Distanz, musste jedoch die abschließenden beiden Durchgänge jeweils mit 2:11 und 8:11 abgeben. „Danach war der Akku leer. Ich musste bei meinem Spiel so viel laufen“, beschreibt Ermel. So war im Anschluss gegen Chantal Graversen trotz engen Spielverlaufs nichts mehr drin.
Bayer holt einen Einzelsieg
Gegen eben diese Chantal Graversen gewann Sylke Bayer, die bereits schon im Doppel an der Seite von Silke Ermel gegen Lene Walz/Sarah Bollmann erfolgreich war. „Auch Anneli Heintz und Tanja Schultz habe tolle Spiele gezeigt“, lobt Ermel ihre Teamkolleginnen, die gegen Michelle Graversen und Sarah Bollmann jeweils das Nachsehen hatten. Nur Anneli Heintz gelang gegen TSV-Akteurin Sarah Bollmann ein Satzgewinn. „Immerhin konnten wir sie ein bissel ärgern“, meint Ermel abschließend.
Für die Zellertaler-Damen steht nun erst einmal eine einwöchige Spielpause an, bevor es mit einem Doppelspieltag gegen den RSV Klein-Winternheim und den 1. FC Saarbrücken-TT weitergeht. In dieser Pause stehen am Wochenende die südwestdeutschen Meisterschaften der Seniorinnen in Maximilansau an, bei denen es um die Qualifikation für die deutschen Meisterschaften geht.
Winnweiler Herren fast gerettet
Die Herren des TTC Winnweiler haben es derweil zwar verpasst, auch rechnerisch den Deckel auf den Klassenverbleib in der 2. Pfalzliga West drauf zu machen, dennoch sollte angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsrang nichts mehr passieren. Eben diesen hat der TTC Bann inne, von dem sich Winnweiler auswärts mit einem Unentschieden trennte. Die Banner, die sich zur Rückrunde enorm verstärkt hatten, sind bei weitem nicht mehr die Mannschaft, die der TTC Winnweiler in der Hinserie mit 9:2 besiegt hatte. Beim 8:8 war aber auch ein erheblicher Nachteil für den TTC Winnweiler, dass gleich alle drei Doppel verloren gingen. Denn so führte Bann nach dem Einzelerfolg von Antoni Kowalczyk gegen Winnweilers Thomas Kolbin gleich mit 4:0. Am Ende rettete Winnweiler mit einem furiosen Endspurt noch einen Zähler.