Dannenfels
Touristenmagnet Kastanienhof: Hotel hat einen neuen Besitzer
Der Blick von dort oben ist sensationell. Seit mehr als 40 Jahren können ihn Gäste des Aparthotels Kastanienhof in Dannenfels genießen. Nun hat das Anwesen einen neuen Besitzer. Martin Braun, dem schon das Art-Hotel in Kirchheimbolanden gehört, hat es am 1. Juni 2025 gekauft.
Wie es dazu kam? – „Das ist eine längere Geschichte“, sagt Braun. „Vor ein paar Jahren hatte ich mich für die ehemalige Jugendherberge in Steinbach interessiert. Die Gemeinde hatte allerdings andere Pläne, und deswegen ist daraus nichts geworden.“ Aber hängengeblieben seien die Eindrücke, die er bei seinen Besichtigungen von der schönen Landschaft rund um den Donnersberg mitgenommen habe, fährt er fort. „Und als dann der Kastanienhof verkauft werden sollte, empfand ich das als ein sehr interessantes Projekt. Jetzt sind wir schon seit ein paar Monaten dabei, frischen Wind in das Hotel zu bringen.“
Der „frische Wind“ ist auch optisch erkennbar
Und das ist schon von außen unverkennbar. Das Gebäude ist komplett eingerüstet; es wird sich farblich seiner Umgebung anpassen. Die Wahl ist auf „waldgrün“ gefallen. „Insgesamt ist der Zustand des Hotels zufriedenstellend“, freut sich Braun, der auch alle Mitarbeiter übernommen hat. „Es gibt keinen Renovierungsstau, die Bäder sind in Ordnung, technisch ist im Haus alles okay. Allerdings war es nötig, die Anbindung ans Internet zu optimieren. Und bei der Möblierung und bei der Deko – den Vorhängen beispielsweise – muss einiges ausgetauscht werden.“
Das Hotel verfügt über 21 Apartments in einer Größe von 40 bis 85 Quadratmetern. Alle haben Zugang nach außen – entweder über den Balkon oder die Terrasse – und sind mit einer Pantryküche ausgestattet. „Das macht sie als Ferienwohnung für Familien attraktiv, aber auch für Einzelreisende – Geschäftsleute beispielsweise –, die oft für längere Zeiträume buchen“, sagt Braun. „Die Gäste sind dann, was ihre Mahlzeiten angeht, autonom.“ Wer ein bisschen Campinggefühl möchte, kann sich auch in einem Tiny-Haus oder einem Holzfass einquartieren. Ein großer Raum für Tagungen steht ebenfalls zur Verfügung.
Das Restaurant zu übernehmen, war keine Option
Attraktiv ist sicherlich auch, dass die Gäste in das unmittelbar danebenliegende Restaurant „Pfalzblick“ einkehren können. „Das ebenfalls zu übernehmen, wäre für mich keine Option gewesen“, betont Braun. „Ich bin Hotelier und kein Gastronom. Trotzdem bekommen unsere Gäste natürlich auf Wunsch ein leckeres Frühstück auf ihr Zimmer. ,Morgenglück’ nennen wir das.“
Letzter Besitzer des „Kastanienhofes“ war ein Frankfurter Steuerberater. Warum er sich von dem Touristenmagnet trennte, ist nicht bekannt. Martin Braun jedenfalls ist mit seiner Entscheidung, den Kastanienhof zu übernehmen, ausgesprochen zufrieden. „Es ist so ungeheuer friedlich und entspannend da oben“, gerät er ein wenig ins Schwärmen. „Organisatorisch haben wir die Buchungs- und Abrechnungslogistik an das Hotel in Kibo angebunden, was schon gut funktioniert. Und das Personal, das sich seit Jahren um den Kastanienhof kümmert, konnte ich übernehmen.“